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Urteil gegen Markus KattnerHohe Busse und lange Sperre für ehemaligen Fifa-Finanzchef

Die Ethikkommission der Fifa verhängt eine zehnjährige Sperre und eine Busse von einer Million Franken gegen den ehemaligen stellvertretenden Generalsekretär.

Wird von der Fifa für sein Verhalten sanktioniert: der ehemalige Finanzchef und stellvertretende Generalsekretär Markus Kattner.
Wird von der Fifa für sein Verhalten sanktioniert: der ehemalige Finanzchef und stellvertretende Generalsekretär Markus Kattner.
Foto. Keystone/Walter Bieri

Er war seit 2003 Finanzchef der Fifa und ab 2007 bis zur seiner fristlosen Entlassung durch Gianni Infantino stellvertretender Generalsekretär der Fifa: Markus Kattner. Nun wurde der 49-Jährige von der rechtssprechenden Kammer der Ethikkommission des Weltfussballverbandes sanktioniert.

Der ehemalige Funktionär wurde der Interessenkonflikte sowie des Missbrauchs seiner Stellung und damit des Verstosses gegen das Fifa-Ethikreglement für schuldig befunden, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Die Untersuchung gegen Kattner betraf verschiedene Anklagepunkte zu Bonuszahlungen in Millionenhöhe im Zusammenhang mit von der Fifa durchgeführten Wettbewerben an hochrangige Offizielle (einschliesslich ihm selbst), mehreren Änderungen und Verlängerungen von Arbeitsverträgen, der Erstattung privater Anwaltskosten und seinen Pflichten in seiner Funktion als Offizieller.

Für diese Vergehen wird gegen Kattner eine zehnjährige Sperre verhängt, während der er weder administrativ, sportlich oder anderswetitig eine nationale oder internationale Fussballtätigkeit ausüben darf. Zudem wurde gegen ihn eine Geldstrafe von 1 Million Franken ausgesprochen.

1 Kommentar
    Claire Deneuve

    Angesichts der Dutzenden Millionen die sich Markus Kattner während gut 13 Jahren bei der FIFA abgegriffen hat, dürfte die Mio Franken Busse für ihn nicht allzu schmerzhaft gewesen sein.

    Sportfunktionäre dürften mittlerweile aus ethisch-moralischen Gesichtspunkten gesellschaftlich ganz ganz unten anzusiedeln sein und da sind diese vor allem Herren primär selber schuld dran, zumal der gesellschaftliche Nutzen von Sportfunktionären bei Weltsportverbänden und tw. auch deren nationalen Pendents immer mehr gegen Null hin tendiert.

    Da lob ich mir doch die vielen bescheidenen Sportfunktionäre auf lokaler Ebene und bei Vereinen, bei denen primär noch das Herzblut und die Liebe zum Sport die Antriebsfeder sind und nicht der schnöde Mammon!