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Coronavirus in Zürich+++ Passagierzahlen auf dem Zürichsee stark eingebrochen +++ Am Flughafen fiel die Zahl der Reisenden um 73,5 Prozent

57 Prozent weniger Passagier auf dem Zürichsee. Und über den Flughafen vereisten 2020 nur noch 8,3 Millionen. Die lokalen Corona-News im Ticker.

Die Übersicht über die Regeln im Kanton Zürich finden Sie hier.

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57 Prozent weniger Passagiere auf dem Zürichsee

Die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie hart getroffen worden. Die Passagierzahlen gingen letztes Jahr um 57 Prozent zurück. 754'881 Fahrgäste hat die ZSG 2020 befördert, wie sie am Donnerstag mitteilte. Das sind 982'029 weniger als 2019

Eigentlich habe das Jahr 2020 mit einem Gästerekord begonnen, schrieb die ZSG. Im Januar und Februar genossen 87'194 Passagiere das frühlingshafte Wetter auf einer Schifffahrt – rund 18,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Lockdown beendete den Schifffahrtsboom.

Starke Einbussen verzeichnete auch der Geschäftsbereich Erlebnisschiffe. Mit 180'000 Franken erwirtschaftete das Unternehmen in diesem Sektor 724'000 weniger als 2019.

Auch die Anzahl der Schiffsvermietungen sank drastisch: Insgesamt erzielte die ZSG letztes Jahr 181'000 mit der Vermietung ihrer Schiffe – 650'000 Franken weniger als noch im Vorjahr.

Im Hinblick auf die anhaltend unsichere Lage seien die Aussichten für 2021 getrübt, schreibt das Unternehmen. «Wir rechnen mit einem ähnlichen Passagiervolumen wie im vergangenen Jahr», wird ZSG-Direktor Roman Knecht in der Mitteilung zitiert.

Die ZSG hat deshalb ihren Sommer-Fahrplan angepasst. Wie schon im Vorjahr gilt zwischen Mai und September ein durchgängiger Fahrplan. Die übliche Fahrplanverdichtung im Juli und August entfällt, ebenso wie die Grosse Seerundfahrt jeweils am Morgen ab Zürich Bürkliplatz. (sda)

Zürcher Gastronomen sind erleichtert

Nach den neuen Entscheiden des Bundesrates ist die Zürcher Gastroszene erleichtert. Dass die Restaurants zu bleiben, damit haben alle gerechnet. Doch auf Lockerungen bei der Härtefall-Regelungen und höheren A-fonds-perdu-Beiträgen (20 Prozent des Umsatzes, bzw. 750’000 Franken je Unternehmen) hatte man nur hoffen können. «Es ist ein positives Signal, dass man nun automatisch als Härtefall gilt», sagt Valentin Diem (Neue Taverne, Bauernschänke). Rudi Bindella, der mit seinem Sohn Rudi Bindella junior in einem offenen Brief an den Bundesrat Anfang Januar auf den Schaden in der Gastronomie aufmerksam gemacht hatte, ist «dankbar, dass ein Schritt in die richtige Richtung gemacht wurde».

René Zimmermann vom Wirtshaus Neumarkt sagt, dass dies nun die finanzielle Lage etwas entschärfe. «Dass wir den Laden bis Ende Februar dichtmachen, steht nun ausser Frage», sagt er, findet aber, dass einige Punkte noch zu Ende gedacht werden sollten. «Wenn davon ausgegangen wird, dass man sich in Restaurants ansteckt, sollten auch Kantinen und Hotelrestaurants schliessen.» Umso mehr freut er sich, dass im Vergleich zum Frühjahr die Lebensmittelmärkte offen bleiben. Claudine Brunner vom Restaurant La Salle wiederum ist froh, dass es jetzt einen Konsens gibt. «Wir arbeiten alle gerne, aber die Gastronomie generiert auch Mobilität. Die Tatsache, dass man in den letzten Wochen teilweise in einen anderen Kanton gehen konnte, um essen zu gehen, war nicht mehr tragfähig.» (cs)

So stark sind die Passagierzahlen am Flughafen gesunken

Der Flughafen Zürich hat im vergangenen Jahr wegen der Coronapandemie einen Passagiereinbruch erlitten. Die Zahl der Reisenden fiel um 73,5 Prozent auf 8,3 Millionen, wie der Flughafen am Mittwoch bekannt gab.

Im Vorjahr 2019 hatte der grösste Schweizer Airport noch 31,5 Millionen Passagiere abgefertigt. Das waren so viele wie noch nie. Nach dem Höhenflug begann der Absturz mit dem Ausbruch der Seuche im Frühling. Wegen der Reiserestriktionen und geschlossenen Grenzen war die ganze Luftverkehrsbranche wochenlang praktisch vollständig am Boden.

So waren im April gerade noch 27'000 Personen über den Flughafen Zürich geflogen, im Mai waren es lediglich 44'000 Passagiere. Das bedeutete einen Einbruch um über 98 Prozent. Im Juni dann begannen die Fluggesellschaften rund um den Globus ihren Betrieb wieder vorsichtig hochzufahren.

Mit dem Start der Sommerferien war das Passagieraufkommen weiter angestiegen, wenn auch vergleichsweise immer noch auf einem tiefen Niveau. So flogen im Juli immerhin 689'000 Personen über den Flughafen Zürich.

Sturzflug seit Herbst

Der leichte Steigflug hatte aber ein abruptes Ende mit dem Ausbruch der zweiten Ansteckungswelle im Herbst. Seit September sacken die Passagierzahlen wieder deutlich ab. Im Schlussmonat Dezember gab es nochmals einen Taucher um 84,8 Prozent auf 355'315 Reisende.

Die Anzahl der Flüge sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 68 Prozent auf 6'471 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Zahl Passagiere pro Flug lag mit 85,9 Fluggästen um gut ein Drittel unter dem Vorjahresniveau. (sda)

Zwei Dutzend Fälle mit mutiertem Virus

Im Kanton Zürich ist das mutierte Coronavirus inzwischen bei zwei Dutzend Personen festgestellt worden, wie die Gesundheitsdirektion auf Anfrage mitteilt. Letzten Freitag waren es noch halb so viele gewesen.

Das Contact Tracing hat seine Abläufe angepasst. Die Speed Tracer fragen alle Neuinfizierten, ob sie in den letzten 14 Tagen in England oder Südafrika waren oder Kontakt zu solchen Personen hatten. Falls Ja, übernehmen erfahrene Tracerinnen den Fall und klären genauestens ab, wer möglicherweise sonst noch angesteckt sein könnte. Die Testproben all dieser Personen werden sequenziert. Gestern hat das Contact Tracing zudem eine Taskforce «Wengen» gebildet. Neu angesteckte Personen werden nun auch gefragt, ob sie kürzlich in Wengen waren. (an)

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Bisher sind im Kanton Zürich rund ein Dutzend Fälle der gefährlichen Mutation nachgewiesen. Das Contact-Tracing ist jetzt besonders gefordert.
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Uster öffnet Hallenbad für Jugendliche

Die Stadt Uster prescht vor: Sie öffnet ihr Hallenbad bereits ab Mittwoch, 13. Januar, wieder — für Kinder und Jugendliche. Sie müssen zwischen dem 10 und 16 Jahre alt sein. Zudem ist das Bad nur am Mittwochnachmittag sowie am Wochenende zu reduzierten Öffnungszeiten für sie zugänglich.

Die Stadt Uster orientiert sich an jenem Punkt in den Massnahmen, die eine Öffnung der Sport- und Freizeitanlagen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren erlaubt. So will Uster den Jugendlichen einen bewegungsfreudigen Ausgleich während der Einschränkungen ermöglichen, wie sie schreibt.

Für den Eintritt muss ein Ausweis (ID oder Schülerausweis) vorgewiesen werden. Die Kinder und Jugendlichen müssen das Hallenbad selbstständig und in Eigenverantwortung betreten. Begleitpersonen oder Jugendliche über 16 Jahren sind nicht zugelassen. Die Zahl der Besuchenden ist auf 90 beschränkt.

Das Bad ist am Mittwoch von 13 bis 17.30 Uhr geöffnet, am Samstag von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag von 8 bis 18 Uhr.

Bereits seit dem 4. Januar hat Winterthur sein Bad Geisselweid für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren geöffnet.

Die Stadt Zürich hat ähnliche Pläne verworfen. Sie hat aber die Eisbahnen für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Altersjahr geöffnet. (ema)

Zürcher Gastronomen wollen mehr Geld vom Bundesrat

Zahlreiche Zürcher Gastronomen wenden sich in einem offenen Brief an den Bundesrat. Sie fordern eine bessere und schnellere finanzielle Entschädigung, um die verordnete Schliessung aller Restaurants und Bars bis Ende Februar durchzustehen. Ansonsten komme es «reihenweise zu Konkursen» und zum «Untergang von vielen persönlichen Existenzen». Die finanziellen Reserven seien nach zehn Monaten Corona-Einschränkungen bei vielen Wirtinnen und Wirten aufgebraucht.

Die bisherigen Härtefallregelungen seien bewusst so ausgestaltet, dass sie nichts nützten, heisst es im Brief. Viele Kosten wie Mieten und Sozialversicherungen würden durch sie nicht abgedeckt. Nun brauche es finanzielle Soforthilfe, die der Bundesrat spätestens am nächsten Mittwoch beschliessen soll.

Zu den rund 75 Unterzeichnern des Aufrufs gehören viele wichtige Gastronomen in der Stadt wie Bindella, Hiltl, Candrian, Kronenhalle, Samigo, Péclard oder Rosso. Sie sehen sich selber als «Bauernopfer». Dank den Schutzkonzepten sei es kaum zu Ansteckungen gekommen in den Restaurants. (bat)

Arbeitslosenquote steigt, aber nicht wie erwartet

Das Coronavirus hat zu mehr Arbeitslosen geführt – aber nicht zu so vielen wie erwartet. Die Arbeitslosenquote stieg im Jahresschnitt von 2,1 Prozent (2019) auf 3,1 Prozent, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Es sei jedoch mit einer stärkeren Zunahme gerechnet worden. Verglichen mit anderen Kantonen stieg die Arbeitslosenquote in Zürich leicht überdurchschnittlich an. Besonders betroffen: das Gastgewerbe. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,2 auf 8 Prozent.

«In den nächsten Monaten dürfte sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt kaum entspannen», schreibt der Kanton. Es sei mit einer weiteren, leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit zu rechnen. «Eine breite Entlassungswelle ist nach wie vor wenig wahrscheinlich.» Auf den Frühling hin dürften sich die Aussichten aufhellen, wenn die Temperaturen wieder steigen, und sofern bis dann ein nennenswerter Teil der Bevölkerung geimpft sei, heisst es weiter. (shu)

Zürcher Skigebiete dürfen ab Samstag wieder öffnen

Wer Zürcher Skipisten nutzen wollte, musste bisher seine Ski selbst hochtragen — Skigebiete mussten per 22. Dezember schliessen. Nun öffnet der Kanton diese wieder, wie die Volkswirtschaftsdirektion mitteilt. «Gemäss aktueller Beurteilung des Corona-Sonderstabes vom 4. Januar 2021 erlaubt die Situation im Kanton Zürich die Wiederaufnahme des Betriebs der Skigebiete», heisst es in dem Schreiben.

Gemäss Kanton würden die Zürcher Skigebiete primär von der lokalen Bevölkerung genutzt, deswegen würden keine Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen wie zum Beispiel in Gondeln entstehen. Viele Kantone würden bereits den Skibetrieb ermöglichen. «Insofern will der Kanton Zürich eine Insellösung und mögliche Ausweichbewegungen der Skifahrerinnen und Skifahrer auf Nachbarkantone vermeiden.»

Gemäss Kanton haben neun Betreiberinnen und Betreiber von Wintersportanlagen ein Betriebsgesuch eingereicht. «Es wird deshalb für alle Zürcher Skigebiete per 9. Januar 2021 eine Betriebsbewilligung erteilt.» Der Kanton appelliert jedoch an die Bevölkerung: «Es bleibt aber entscheidend, dass sich die Skifahrerinnen und Skifahrer verantwortungsvoll verhalten und die Schutzmassnahmen konsequent einhalten.»

shu

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Per Taxi zum Impfen

Wer Fieber hat, hustet oder den Geschmacksinn verliert, soll zum Corona-Test, so die Empfehlung des Bundes. Gleichzeitig soll man in diesem Zustand auf die Nutzung des öffentlichen Verkehrs verzichten. Gerade für ältere Menschen ist dies ein Problem. Seit Anfang Dezember bietet deshalb das Zürcher Taxiunternehmen 444 vergünstigte Spezialfahrten an.

Es seien je länger je mehr Fahrten geworden, sagt Martin Rohner von Taxi 444 gegenüber des Regionaljournals. 19 Taxi seien speziell dafür ausgestattet worden. Gemäss Rohner sei das Angebot von den Spitälern wie der Gesundheitsdirektion positiv aufgenommen worden. Nun will das Unternehmen sein Angebot ausbauen und auch Impffahrten anbieten. Rohner hofft, dass sie dafür wie bereits jetzt bei Testzentren spezielle Standplätze bekämen. Die Anfrage sei platziert.

Eine Fahrt mit dem Corona-Taxi kostet gemäss Unternehmen 2.80 Franken pro Kilometer statt den üblichen 3.80. (shu)

Minimer Rückgang der Neuinfizierten

Die Gesundheitsdirektion vermeldet 852 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus in den vergangenen 24 Stunden. Am Vortag waren es 882. Derzeit befinden sich 480 Personen wegen einer Covid-19 Erkrankung in Spitalbehandlung. Am Vortag waren es 11 Patienten mehr.

Winterreden via Radio wegen Corona

Auch zu diesem Jahresbeginn finden im Zentrum Karl der Grosse in Zürich trotz Corona die traditionellen Winterreden statt. «Dieses Mal zwar digital, aber nicht mit weniger Persönlichkeit», kündigen die Veranstalter an.

Während zwei Wochen richten sich zehn Persönlichkeiten aus Politik, Kultur oder Kunst an die Zuhörer. In der aktuellen Corona-Ausgabe, welche vom 11. bis 15. und vom 18. bis 22. Januar jeweils um 18 Uhr live via Radio GDS.FM ausgestrahlt werden, sind folgende Redner zu hören:

  • Raphael Golta, Vorsteher des Sozialdepartements der Stadt Zürich.

  • Mentari Baumann, Präsidentin «Zurich Pride»

  • Ludwig Hasler, Philosoph, Physiker und Publizist

  • Domenico Ferrari, Musiker, Music Producer und Dozent

  • Benjamin Fischer, Kantonsrat und Präsident SVP Kanton Zürich

  • Cevincia Singleton, Pflegefachfrau FH, BscN Clinical Nursing und Vorstandsmitglied «VPOD Zürich»

  • Helen Glaser, Gesetzesredaktorin bei der Bundeskanzlei und Gemeinderatspräsidentin 20/21

  • Flavia Kleiner, Co-Initiantin «Helvetia ruft!»

  • Hannes Gassert, Unternehmer und digitaler Aktivist

  • Patrick «Karpi» Karpiczenko, Autor, Regisseur und Komiker) (tif)

Einer der Redner: Der Autor, Regisseur und Komiker Patrick «Karpi» Karpiczenko
Karpi
Einer der Redner: Der Autor, Regisseur und Komiker Patrick «Karpi» Karpiczenko
Foto: Sabina Bobst

Corona-Spucktests am Flughafen

Ab Donnerstag erweitert der Flughafen Zürich sein Sortiment im Corona-Testcenter. Neu werden die Covid-Tests per Speichelprobe nicht mehr wie bis anhin per nasalem Abstrich erhoben sondern per Spucktest, teilt der Flughafen am Mittwoch mit. Diese eignen sich für jene Passagiere, die keine Symptome zeigen, aber einen Test für Reise- oder Teilnahmezwecke benötigen.

Resultat nach fünf Stunden: Der neue Corona-Test am Flughafen Zürich erfolgt ohne medizinisches Personal.  (Symbolbild)
Resultat nach fünf Stunden: Der neue Corona-Test am Flughafen Zürich erfolgt ohne medizinisches Personal. (Symbolbild)
Bild: KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Die Passagiere können die Selbsttestkits vor Ort für 195.00 Franken kaufen und ohne medizinisches Personal selbständig in Testboxen durchführen. Die abgegebenen Tests werden vier Mal täglich mit einem Kurier ins Labor von Swiss Analysis AG gebracht. Resultate liege bei diesen Spucktests bereits nach rund fünf Stunden vor - bei anderen sogenannten PCR-Tests ist dies erst nach 24 bis 48 Stunden der Fall. Die Kunden erhalten das Resultat per Mail.

Aktuell könne man sich täglich zwischen 6.00 und 20.00 Uhr im ehemaligen Ausweisbüro im Check-in 2 ohne Voranmeldung testen lassen, teilt der Flughafen weiter mit. (tif)

Wieder mehr Corona-Fälle

Nachdem die Zahl der Covid-Infektionen in den ersten Tagen des neuen Jahrs vergleichsweise tief war, gibt es nun wieder mehr positiv Getestete. 882 waren es in den letzten 24 Stunden im Kanton Zürich. Das ist mehr als in den vergangenen sieben Tagen durchschnittlich positiv getestet worden sind, nämlich 665 pro Tag.

Ausserdem liegen 104 Corona-Kranke auf Intensivpflegestationen in Zürcher Spitälern. Das sind zwei mehr als am Vortag.

15 Todesfälle kamen seit gestern hinzu. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 946 Zürcherinnen und Zürcher am Virus gestorben. (kbr)

Opernhaus erweitert Online-Spielplan

Weil die Zuschauerinnen und Zuschauer weiterhin zu Hause bleiben müssen, erweitert das Opernhaus Zürich seinen Online-Spielplan, heisst es in einer Medienmitteilung vom Dienstag.

So sind sämtliche Konzerte der Reihe «Curtain Call», die anlässlich des 60. Jubiläums des Opernhauses bereits im Dezember aufgezeichnet wurden, samt Dokumentarfilme über die Zusammenarbeit der Stars mit den Nachwuchssängerinnen und -sängern des Internationalen Opernstudios bis zum 17. Januar kostenlos auf der Homepage des Opernhauses abrufbar.

  • Ab Samstag, 9. Januar, ein Konzert mit Thomas Hampson mit Szenen und Arien aus Mozarts «Così fan tutte» und ausgewählten Liedern von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert.

  • Diana Damrau widmete ihr Konzert dem Romantischen Kunstlied.

  • Anna Bonitatibus erarbeitete mit dem Opernstudio Szenen und Arien aus den Mozart-Opern «La clemenza di Tito», «Le nozze di Figaro» und aus Rossinis «Il barbiere di Siviglia».

  • Benjamin Bernheim sang zusammen mit den Sängerinnen und Sängern des IOS die grossen Arien aus Massenets «Manon» und «Werther» sowie aus Verdis «Rigoletto».

Als es noch kein Social Distancing gab: Die Vorstellung von «Un ballo in maschera» vom 17. Juni 2017 im Rahmen von «Oper für alle».
Als es noch kein Social Distancing gab: Die Vorstellung von «Un ballo in maschera» vom 17. Juni 2017 im Rahmen von «Oper für alle».
Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey

Auf dem Online-Spielplan stehen zudem zwei Produktionen, die im Rahmen von «Oper für alle» einmalig auf dem Sechseläutenplatz zu sehen waren: Am Wochenende vom 16./17. Januar Giuseppe Verdis «Un Ballo in Maschera» und am Wochenende vom 23./24. Januar Pjotr Tschaikowskis «Pique Dame».

Bis zum 25. Januar 2021 ist auf ARTE Concert die Zürcher Produktion von Franz Lehárs «Das Land des Lächelns» zu sehen, bis 5. März die Verdi-Oper «Simon Boccangera». Die Aufzeichnungen stehen kostenlos als Video on Demand auf ARTE Concert zur Verfügung. (tif)

Zahl der Neuinfektionen sinkt leicht

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kanton Zürich sinkt im neuen Jahr leicht. In den letzten 24 Stunden wurden 547 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Das Mittel der letzten sieben Tage beträgt 680 Positive pro Tag. Konstant hoch bleibt die Anzahl der Zürcherinnen und Zürcher, die sich in einem Spital befinden, nämlich 484. Davon liegen 102 auf der Intensivpflegestation. Also vier Personen mehr als am Tag zuvor.

In den letzten 24 Stunden wurden 31 neue Todesfälle gemeldet. Das heisst, dass seit Beginn der Pandemie 931 Zürcherinnen und Zürcher an Covid-19 gestorben sind.

Ausserdem wird weiterhin viel getestet. Allein in den Stadtzürcher Testcentern auf dem Kasernenareal und beim Triemlispital wurden 5000 Proben durchgeführt. Dies entspreche einem «hohen Niveau, wie wir es schon Anfang Dezember hatten», wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilt. Zurzeit gibt es weiterhin genügend freie Termine, die man online buchen kann. Rekordwoche war diejenige vor Weihnachten. Zwischen dem 14. und dem 20. Dezember liessen sich 6500 Menschen in den städtischen Einrichtungen testen.

Im Unterschied zur Vorweihnachtszeit stieg der Anteil der positiv Getesteten im Verhältnis zu allen Getesteten. 16 Prozent der Tests in der vergangenen Woche waren positiv, also fast jeder sechste. In der vorletzten Woche waren es 11 Prozent. (kbr)

Selbstorganisisertes Lernen zuhause

Alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II lernen diese Woche selbstorganisiert nach den Vorgaben der Lehrpersonen von zuhause aus. Diese präventive Massnahme soll verhindern, dass sich das Virus nach den Feierlichkeiten verbreitet.

Für Schülerinnen und Schüler, die sich in der Probezeit an Maturitätsschulen befinden, können auch Prüfungen im Präsenzmodus durchgeführt werden. Die Zürcher Bildungsdirektion empfiehlt, diese Prüfungen gegebenenfalls je am Vor- oder Nachmittag der letzten beiden Tage der Vertiefungswoche durchzuführen. (ema)

Online-Party fürs Zürcher Nachtleben

Mehrere Zürcher Veranstalter haben zusammen mit der Bar- und Clubkommission (BCK) für heute Samstagabend einen Event auf die Beine gestellt. Rund 30 Künstlerinnen und Künstler treten im Moods auf, die Show wird live gestreamt. Man wolle die Clubstimmung direkt nach Hause liefern, um Menschen auch in dieser schwierigen Zeit zu unterhalten «und zwar coronakonform», sagt BCK-Sprecher Alexander Bücheli zu «20 Minuten».

Live aus dem Moods: Wenn es schon nicht vor Ort möglich ist, dann wenigstens online.
Live aus dem Moods: Wenn es schon nicht vor Ort möglich ist, dann wenigstens online.
Bild: Moods

Es geht dabei aber nicht nur um die Party, sondern auch um Fundraising. Die Spendengala ist Teil der Kampagne «Für e gueti Nacht – Ausgeben statt ausgehen». Denn seit der Schliessung der Bars und Clubs wegen der Corona-Pandemie würden viele Betriebe ums Überleben kämpfen, so Bücheli. Hier geht es zum Live-Stream. (tif)

Leichter Anstieg der Neuinfizierten

912 Personen mit Wohnsitz im Kanton Zürich sind in den letzten 24 Stunden positiv auf Corona getestet worden. 465 Menschen sind wegen Covid-19 in Spitalbehandlung - 27 Personen konnten das Spital seit gestern Mittwoch wieder verlassen.

Im Kanton Zürich sind seit Ausbruch der Pandemie 900 Menschen an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Am Montag starten die ersten Impfungen gegen den Virus in Zürich. (tif)

Impfstart am Montag

Ab dem 4. Januar können sich im Kanton Zürich Personen, die älter als 75 Jahre sind, und Hochrisikopatienten impfen lassen - also Personen mit speziellen und schweren Formen von Herz-, Atemwegs- und Nierenerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Adipositas und Immunschwäche. Die ersten Termine sind allerdings bereits ausgebucht. Ab dem 18. Januar sind weitere Impfungen möglich.

Ab Montag auch in Zürich möglich: Eine Impfung gegen Corona.
Ab Montag auch in Zürich möglich: Eine Impfung gegen Corona.
KEYSTONE

Die Impfung ist freiwillig und gratis. Die Kosten werden von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Was nicht von der Versicherung gedeckt ist, wird vom Bund und den Kantonen getragen. (tif)

900 Neuinfizierte

Der Kanton Zürich meldet 904 Personen, die in den vergangenen 24 Stunden positiv auf Covid-19 getestet worden waren. 492 befinden sich in Spitalpflege, 22 weniger als noch am Dienstag. (ema)

TA

613 Kommentare
    B.Kerzenmacherä

    Die bedrückenden Zahlen der Toten zeigen nicht einmal das ganze Ausmass der Katastrophe. Hinzu kommen die Zahlen der Corona-Überlebenden, die über etliche Monate, vielleicht auch Jahre oder in schlimmen Fällen den Rest ihres Lebens mit Gesundheitsschäden zu kämpfen haben. Leider werden diese Menschen von den Verharmlosern und sogenannten Querdenkern gerne unter den Teppich gekehrt.