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USA15'000 Nerze sterben an Coronavirus

Rund ein Dutzend Farmen stehen in den USA unter Quarantäne, um die Coronafälle bei den Nerzen zu untersuchen.

Farmen unter Quarantäne: In den USA sind 15'000 Nerze am Coronavirus gestorben. (Archivbild)
Farmen unter Quarantäne: In den USA sind 15'000 Nerze am Coronavirus gestorben. (Archivbild)
Keystone/John Randeris
Geschlachtete Nerze werden in Dänemark in einem Graben entsorgt. Mitarbeiter der dänischen Gesundheitsbehörde entsorgen mit Hilfe dänischer Streitkräften die Nerze auf Militärland da die dänische Umwelt- und Gesundheitsbehörde mitteilte dass die Verbrennungs- und Tierkörperverwertungsanlagen des Landes nur schwer Schritt halten können.
Geschlachtete Nerze werden in Dänemark in einem Graben entsorgt. Mitarbeiter der dänischen Gesundheitsbehörde entsorgen mit Hilfe dänischer Streitkräften die Nerze auf Militärland da die dänische Umwelt- und Gesundheitsbehörde mitteilte dass die Verbrennungs- und Tierkörperverwertungsanlagen des Landes nur schwer Schritt halten können.
Keystone/Ritzau Scanpix/AP
In Holstebro demonstrieren Nerzzüchter gegen die Tötung der Tiere.
In Holstebro demonstrieren Nerzzüchter gegen die Tötung der Tiere.
KEYSTONE
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Mehr als 15'000 Nerze sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in den Vereinigten Staaten seit August am Coronavirus gestorben. Etwa ein Dutzend Farmen stünden unter Quarantäne, während die Fälle untersucht würden.

«Das wird uns helfen, mehr über die Übertragungsdynamik zwischen Nerzen sowie anderen Tieren und Menschen zu erfahren», erklärt die US-Gesundheitsbehörde CDC. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass Tiere eine entscheidende Rolle bei der Übertragung des Virus auf den Mensch spielen würden.

Verwirrung in Dänemark

In Dänemark herrscht zunehmend Verwirrung um die von der Regierung veranlasste Massenkeulung aller Nerze im Land. Für die Tötung von gesunden Pelztieren ausserhalb bestimmter Risikozonen gibt es nämlich noch keine rechtliche Grundlage, wie Lebensmittelminister Mogens Jensen eingestand.

«Wir haben einen Fehler begangen. Es gibt keine gesetzliche Befugnis, um Nerzzüchter ausserhalb der 7,8-Kilometer-Zonen zu bitten, ihre Nerze zu schlachten», sagte Jensen am Dienstag dem Sender TV2. Dies habe er bei der Bekanntgabe nicht gewusst, ändere aber nichts daran, dass durch die Nerzzucht in Dänemark in Corona-Zeiten ein Risiko bestehe. Die Züchter sollten mit Blick auf die Volksgesundheit damit weitermachen, die Tiere zu töten.

Regierungschefin Mette Frederiksen hatte bei der Ankündigung der Massnahme am vergangenen Mittwoch davon gesprochen, dass alle Nerze in Dänemark getötet werden sollten, um so sicherzustellen, dass eine bei den Nerzen aufgetretene Coronavirus-Mutation eingedämmt werde. In einer Mitteilung des Umwelt- und Lebensmittelministeriums hiess es: «Die Regierung hat auf Grundlage einer neuen Risikobewertung der Gesundheitsbehörden beschlossen, alle dänischen Nerzbestände zu schlachten.»

SDA/chk

22 Kommentare
    Jörg Willi

    So furchtbar dieses barbarische Abschlachten ist, so tröstlich ist es zu wissen, dass diese edlen Tiere nicht mehr unter solch grausamen Haltungsbedingungen weiterleben müssen. Bleibt die Hoffnung, dass solche Farmen bald verboten werden und die noblen Damen einsehen, dass sie am Leid der Tiere mitschuldig sind.