Zum Hauptinhalt springen

Auswirkung der Corona-KriseSRG muss 50 Millionen sparen und streicht 250 Stellen

Die SRG vermeldet ein Sparprogramm und einen Stellenabbau. Letzterer soll hauptsächlich über natürliche Fluktuation erfolgen, Entlassungen seien aber nicht zu vermeiden.

Wie SRG mitteilt, sollen 250 Vollzeitstellen bis 2024 abgebaut werden.
Wie SRG mitteilt, sollen 250 Vollzeitstellen bis 2024 abgebaut werden.
Foto: Danielle Liniger (Archiv Keystone) 

Die Auswirkungen der Corona-Krise erhöhen den Spardruck bei der Schweizerischen Radio und Fernsehgesellschaft SRG. Das Unternehmen hat deshalb einen Sparplan in Höhe von 50 Millionen Franken angekündigt. Vorgesehen ist ein Abbau von 250 Vollzeitstellen bis 2024.

Die SRG rechnet mit rund 65 Millionen Franken weniger kommerziellen Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr, wie sie am Dienstag mitteilte. Die Corona-Krise habe die Trends der rückläufigen Werbeeinnahmen und der verstärkten, digitalen Mediennutzung beschleunigt.

Von 2021 bis 2024 soll deshalb ein neuer Sparplan von 50 Millionen Franken umgesetzt werden. Unternehmensweit werde mit einem Abbau von rund 250 der aktuell 5500 Vollzeitarbeitsplätzen gerechnet.

In welchen Bereichen die Stellen abgebaut werden, steht noch nicht fest. Die Unternehmenseinheiten in den vier Sprachregionen der SRG würden in den kommenden Wochen entsprechende Massnahmen umsetzen und kommunizieren, teilte ein Sprecher der SRG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Entlassungen unvermeidbar

Der Stellenabbau soll hauptsächlich über natürliche Fluktuation erfolgen. Entlassungen seien aber nicht zu vermeiden. Die SRG sehe in Absprache mit den Sozialpartnern zusätzlich zum Sozialplan spezielle Begleitmassnahmen wie Umschulungen oder Frühpensionierungen vor.

Gleichzeitig wolle die SRG die Transformation des Service public vorantreiben, um den veränderten Medienkonsumgewohnheiten gerecht zu werden. So soll im November die neue Streaming-Plattform Play Suisse starten, auf der Schweizer Filme, Serien und Dokumentationen angeboten werden.

Nathalie Wappler, Direktorin von Schweizer Radio und Fernsehen SRF, informierte Ende August über Sparmassnahmen beim SRF. Mehrere langjährige Sendungen werden aus dem Programm gekippt, und es werden Stellen abgebaut.

SDA

48 Kommentare
    Karl Suter

    Heute hätte man viel Geld sparen können. Da wird 10 geschlagene Minuten in "Schweiz aktuell" über eine Baustelle in der Stadt Zürich berichtet. Sorry aber uns Rest-Schweizer interessiert das in etwa so heftig wie die Tatsache ob eine Mücke Junge bekommt.