Zum Hauptinhalt springen

Reisebranche in Not«30 Fränkli Tageseinnahmen – die neue Normalität»

Die Reisebüros sind verzweifelt: Kein Mensch bucht Ferien. Kleinunternehmer leben inzwischen vom Ersparten. Jetzt hoffen sie auf Hilfe aus Bern.

«Das überlebt man nur mit Galgenhumor»: Reisebüroinhaber Wolfgang Boschung.
«Das überlebt man nur mit Galgenhumor»: Reisebüroinhaber Wolfgang Boschung.
Nicole Philipp/Tamedia AG

Zwölf Reisen das ist alles, was Wolfgang Boschung seit dem 1. Juni verkauft hat. Die teuerste davon war ein Arrangement nach Berlin für drei Personen mit Zug und Hotel. Der Inhaber von Para Travel in Freiburg sitzt jeden Tag in seinem Reisebüro an der Rue du Pont-Suspendu. Normalerweise ist Anfang Woche der Teufel los. Doch an diesem Montagmorgen herrscht eine gespenstische Ruhe. Das Telefon bleibt stumm, Laufkundschaft schaut keine vorbei. Eine einzige Mail mit einer Anfrage ploppt auf, und auch die ist eine Enttäuschung: nur ein Ticket nach Kopenhagen. «30 Fränkli Tageseinnahmen die neue Normalität», sagt Boschung. «Das überlebt man nur mit Galgenhumor.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.