«A-Post wird am nächsten Tag zugestellt»

In und um Oberrieden häufen sich Beschwerden über die Post. Deren Mediensprecher zeigt sich aber überzeugt, dass sie einen guten Job macht.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wir erhalten täglich Leserbriefe aus Oberrieden, Rüschlikon und Thalwil, in denen sich Kunden beklagen, die A-Post komme ein bis zwei Tage zu spät an.
Dass die Post zu spät kommt, kann trotz den Anstrengungen unserer Mitarbeiter immer wieder passieren. Es ist in dieser Region aber, soviel wir wissen, kein flächendeckendes Problem. Wir stellen schweizweit täglich zwischen 11 und 17 Millionen Sendungen zu, 97 bis 98 Prozent davon rechtzeitig.

Von hundert Briefen kommen also zwei bis drei zu spät.
Ein internationaler Spitzenwert, auf den wir sehr stolz sind. Leider ist es praktisch unmöglich, 100 Prozent zu erreichen. Das dafür nötige Porto würde niemand bezahlen wollen.

Wenn der Service so gut ist – wieso sind die Kunden dann unzufrieden?
Es kann vorkommen, dass die Post am richtigen Tag, aber später als üblich zugestellt wird. Wir haben im Raum Zürich Engpässe beim Zustellpersonal. Wenn dann mal einer krank ist, wird es schnell knapp. Es ist auch möglich, dass die Post erst nach dem Mittag kommt; dann sieht man sie unter Umständen erst am nächsten Tag. Das gleiche kann im normalen Betrieb vorkommen, etwa wenn wegen einer neuen Siedlung die Routen der Pöstler angepasst werden.

Dann nerven sich manche Leute gewaltig.
Alles, was mit Gewohnheiten zu tun hat, erregt die Gemüter schnell. Jeder hat eine andere Vorstellung davon, was Service public ist. In unserem Fall heisst es: A-Post wird am nächsten Tag zugestellt. Und nicht: Die Post kommt immer morgens um 9 Uhr.

Auch Zeitschriften, vor allem solche aus dem Ausland, sollen später als einst geliefert werden.
Noch einmal: Wir haben keine flächendeckenden Beschwerden aus dieser Region. Dass eine Zeitschrift später geliefert wird, kann zahllose Gründe haben; das Räderwerk der Logistik kann auch beim Verlag ins Stocken geraten. Dann ist aber an einem spezifischen Tag eine ganze Zustellregion betroffen, nicht eine einzelne Adresse.

Die Kunden berichten weniger von solchen flächendeckenden Problemen – aber von Verspätungen, die sich Woche für Woche wiederholen.
Solche Fälle analysieren wir sorgfältig. Es ist uns wichtig, dass diese Kunden sich bei uns melden, damit wir das Problem genau abklären können.

Viele Kunden misstrauen dem neuen Kundendienst. Weiss der Pöstler im Dorf nicht besser Bescheid als jemand in einer zentralen Stelle?
Den Kundendienst haben wir vor rund zwei Jahren zentralisiert. Ein solcher viersprachiger Kundendienst, wie er in grossen Unternehmen üblich ist, hat viele Vorteile. Unsere Angestellten in den einzelnen Postfilialen sparen sehr viel Zeit, wenn sich Profis um die Anfragen kümmern. Diese sind auch nicht weniger kompetent als die Pöstler in der Gemeinde. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.09.2008, 07:34 Uhr

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Blogs

Geldblog Sicherheitsgurt gegen den Crash

Von Kopf bis Fuss Gute Kosmetik muss nicht teuer sein

Die Welt in Bildern

«Alle Bilette vorweisen»: An der Welt-Roboter-Ausstellung in China, beobachtet ein Kind eines leuchtenden Roboter. (23.August 2017)
(Bild: AP Photo/Andy Wong) Mehr...