Am Schwenkelberg herrscht Rutschgefahr

Der neue Strassenbelag zwischen Dielsdorf und Regensdorf weist allzu glatte Stellen auf. Vorläufig gilt Tempo 60, und kleinere Flächen werden aufgeraut.

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Eine schlechte Nachricht für die rund 15 000 Automobilisten, die täglich auf der Wehntalerstrasse über den Schwenkelberg fahren. Nachdem auf dem rund 2,8 Kilometer langen Abschnitt zwischen Dielsdorf und Regensdorf ein neuer Belag eingebaut wurde, ist die Strasse nicht sicherer geworden. Schlimmer noch: Es herrscht akute Rutschgefahr. Der neue Belag ist dermassen rutschig, dass sich das kantonale Tiefbauamt veranlasst sieht, die temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Bis auf weiteres gilt also Tempo 60 statt der eigentlichen Limite von 80 km/h. Zudem werden die Automobilisten durch ein Verkehrsschild gewarnt. «Achtung, Rutschgefahr», weist auf den neuen Asphaltbelag hin, der noch aussergewöhnlich glatt ist.

Neuer Strassenbelag sehe zwar «wunderschön» aus, sei aber weniger griffig, als man es von bereits befahrenen Strassen her kenne, sagt der kantonale Strasseninspektor Reto Färber. Er zeichnet beim Zürcher Tiefbauamt verantwortlich für den Unterhalt von rund 1400 Kilometern Staatsstrasse und 170 Kilometern Autobahn. Die Wehntalerstrasse ist zwar eines seiner Sorgenkinder, aber keines, das ihm schlaflose Nächte bereitet. Es komme nicht häufig vor, könne aber doch passieren, dass ein neuer Strassenbelag zu wenig griffig sei.

An einzelnen Stellen sehr rutschig

Nicht zuletzt, weil es sich bei der Strasse um einen polizeilich bekannten Unfallschwerpunkt gehandelt hat, wurden nach dem Belagseinbau «Griffigkeitsmessungen» durchgeführt. Die von einem externen Labor gemachten Tests zeigten am vergangenen Dienstag, dass die Strasse an einzelnen Stellen tatsächlich zu rutschig ist. Deshalb haben die Verantwortlichen gestern beschlossen, dass die Temporeduktion in den nächsten Wochen beibehalten wird. Mit dem Rutschgefahr-Schild sollen die Verkehrsteilnehmer zudem auf die heikle Unterlage hingewiesen werden.

Der kantonale Strasseninspektor geht davon aus, dass sich das Problem mit der fehlenden Griffigkeit schon in den nächsten Wochen lösen wird. Praktisch von selbst. «Durch den motorisierten Verkehr wird sich die Griffigkeit des Strassenbelags mit der Zeit erhöhen.» Bei den Tausenden von Fahrzeugen, die täglich über die Strasse rollen, sei schon in wenigen Wochen damit zu rechnen, dass der Belag genügend Haftung aufweisen werde.

Belag muss aufgeraut werden

Einige besonders glatte Stellen, die vor allem bei Regen gefährlich werden könnten, sollen zudem entschärft werden. Der Fachmann spricht von «Glatzenbildung» - das sind Flächen, wo das ölige Bindemittel Asphalt zu wenig Halt bietet für die Autopneus. Man werde das weitere Vorgehen mit der zuständigen Bauunternehmung vor Ort besprechen, sagt der Strasseninspektor. Denkbar sei etwa das Aufrauen des Belags mittels Wasserhochdrucks oder einem ähnlichen Verfahren. Dabei handle es sich um eine reine Vorsichtsmassnahme. Die Griffigkeit des Belags werde den hohen Ansprüchen des Tiefbauamts noch nicht gerecht. Durch weitere Messungen soll die Griffigkeit der Strasse zu einem späteren Zeitpunkt nochmals überprüft werden, wie es die Vorschriften in solchen Fällen vorsehen.

Etwas daraus lernen

«Wir haben solche ausgeprägten Fälle sehr selten», sagt der Strasseninspektor. Umso wichtiger sei es, die Verkehrsteilnehmer auf Gefahrenstellen hinzuweisen. Bis anhin sei es nach Belagsarbeiten nicht üblich gewesen, die Automobilisten zur Vorsicht zu mahnen. Dies werde nun beim kantonalen Tiefbauamt diskutiert. Denkbar wäre nicht nur ein Rutschgefahr-Warnschild, das aufgestellt wird, sondern auch generell eine temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung. Man stehe bereits in Verhandlungen mit der Kantonspolizei. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.08.2008, 08:23 Uhr

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