Autoknacker wüten in Opfiker Tiefgaragen

Im Opfikon wurden innert weniger Wochen knapp 200 Autos aufgebrochen. Die Verunsicherung der Fahrzeughalter wächst von Tag zu Tag.

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Rund 110 Autos wurden in den vergangenen zwei Wochen in Opfiker Tiefgaragen aufgebrochen: Ende Juli schlugen Unbekannte in drei verschiede­nen Sammelgaragen bei rund 80 Fahrzeu­gen die Scheiben ein und stahlen Wertsa­chen im Gesamtwert 25 000 Franken. Der Sachschaden belief sich laut Kantonspoli­zei auf etwa 40 000 Franken. Und in der Nacht auf vorgestern Dienstag wurden wiederum drei Tiefgaragen an der Walli­seller- sowie der Pfändwiesenstrasse von Dieben heimgesucht und dabei 29 Autos aufgebrochen. Damit beläuft sich die Zahl der Einbruchdiebstähle in Tiefgaragen im Kanton Zürich seit Mitte Juni bis heute auf knapp 320 Fahrzeuge.

Kantonspolizei empfiehlt Vorsicht

Die Frage, ob es sich bei all diesen Ein­brüche um ein und dieselbe Täterschaft handelt, kann zum heutigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Laut Martin Sorg, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, könne man aber nicht ausschliessen, dass die Einbrüche in Opfikon von der glei­chen Täterschaft verübt worden seien. Die Auswertung der an den verschiede­nen Orten gesicherten Spuren würden derzeit noch laufen. Als präventive Vor­sichtsmassnahme empfiehlt die Kantons­polizei den Fahrzeugbesitzern, nach der Einfahrt in ihre Garage abzuwarten, bis sich das Tor geschlossen hat. So könne verhindert werden, dass unberechtigte Personen in die Garage gelangen.

Kein Objektschutz durch Polizei

Sicherheitsvorstand Valentin Perego bedauert die Vorfälle in Opfikon sehr. Und gleichzeitig sieht er seine Sicherheitsabtei­lung durch die Einbruchserie mit einer verzwickten Aufgabe konfrontiert. Laut Perego sei die öffentliche Hand nämlich grundsätzlich nicht für die Bewachung pri­vater Objekte zuständig. Deshalb sehe er auch keine Chance, die Opfiker Polizeipa­trouillen zum Schutz der Tiefgaragen ein­zusetzen. «Die Polizisten sind aber auf die Situation sensibilisiert und verrichten ih­ren Dienst mit noch mehr Aufmerksam­keit. » Wer seine Garage schützen wolle, müsse dafür einen privaten Sicherheits­dienst engagieren, rät Perego. Denn er be­fürchtet, dass die Einbruchserie noch nicht abgeschlossen sei. (tbo)

Erstellt: 15.08.2008, 15:17 Uhr

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