Wohnungsmarkt

Avenir Suisse: Genfer Wohnungsnot ist hausgemacht

Die Probleme auf dem Genfer Immobilienmarkt sind nach Ansicht des Think-Tank Avenir Suisse hausgemacht.

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Der Genfer Grundstücksmarkt sei der am stärksten regulierte der Schweiz und gleichzeitig werde dort am wenigsten gebaut.

Im Bemühen um einen «gerechten Preis» für Grundstücke und Mieten, das zum Scheitern verurteilt sei, behindere das Genfer System für Bauprojekte und setze Marktmechanismen ausser Kraft. Die so geschaffene Wohnungsnot beeinträchtige die Lebensqualität der Bevölkerung, heisst es in der am Dienstag in Genf vorgestellten Studie von Avenir Suisse.

Der Leiter der Studie, Marco Salvi, sieht Lösungsansätze in der Liberalisierung der Miet- und Bodenpreise. Diese würden die richtigen Anreize für die Verdichtung der Agglomeration und die Erweiterung des Wohnangebots setzen. Mit einer angemessenen Besteuerung des Bodens (Mehrwertabgabe) stünden zudem Mittel zur Verfügung, um eine gezieltere Unterstützung einkommensschwacher Haushalte zu gewährleisten.

Von der Aufhebung des Gesetzes über den Abbruch, den Umbau und die Renovation von Wohnhäusern verspricht sich die Studie ebenfalls eine Verbesserung. Als weitere Massnahmen werden die gezielte Bebauung von bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen, sowie das Bauen in die Höhe vorgeschlagen.

Die Studie plädiert zudem für eine Einschränkung der Objekthilfe unter Beibehaltung der Subjekthilfe. Eine gezielte Belohnung von Gemeinden, die Wohnraum schaffen, sei zu erwägen. Ausserdem müsse zur Entspannung der städtischen Bausituation die Realisierung wichtiger innerstädtischer Bauprojekte forciert werden. Notiz an die Redaktion: Frigo, 28.8., 1100

Erstellt: 28.08.2012, 11:02 Uhr

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