Bassersdorf: Neue Eishalle hat gute Chancen

Unterländer Eis ist sehr begehrt. Speziell die Klotener Eisflächen sind völlig ausgelastet. Jetzt konkretisieren sich die Pläne für eine Eishalle in Bassersdorf.

Bassersdorf hofft, dass bereits in einem Jahr der Spatenstich erfolgt.

Bassersdorf hofft, dass bereits in einem Jahr der Spatenstich erfolgt.

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Der neue Mehrheitsaktionär der Kloten Flyers, Jürg Bircher, meint es ernst mit seinen Äusserungen, in Bassersdorf eine neue Eishalle bauen zu wollen. «Wir haben ein konkretes Vorprojekt ausgearbeitet und warten jetzt auf das O.k.», bestätigte er gestern gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Der designierte Präsident der Klotener Eishockeyaner hat bereits mit Gemeindevertretern von Bassersdorf geredet.

Finanz- und Liegenschaftenvorstand Markus Grob (SVP) steht dem Projekt wohlwollend gegenüber und ist erfreut über Birchers Absichten, in die Bassersdorfer Sportinfrastruktur zu investieren. «Der Gemeinderat steht sicher nicht auf die Bremse», sagt er und schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass Bassersdorf eine Eishalle erhält auf über 50 Prozent. Derzeit laufen Abklärungen und Machbarkeitsstudien, erklärt Grob, der beim EHC Kloten früher selber drei Jahre lang in der NLA Eishockey gespielt hat.

Kloten von 6 bis 23 Uhr ausgelastet

Nur zwei Eisfelder stehen der Eishockeyorganisation der Kloten Flyers auf der heimischen Anlage in der Flughafenstadt normalerweise zur Verfügung. Dieses Jahr hat sich der Kampf um Trainingszeiten auf dem Eis noch zusätzlich verschärft, da die Kühlanlage wegen Sanierungsarbeiten nur im Stadion läuft. Das Ausseneisfeld bleibt noch bis Anfang November trocken, die Eissportler müssen zwangsläufig auf andere Standorte ausweichen.

«Wir sind wohl die am besten ausgelastete Eisbahn», sagt der Leiter von Technik und Unterhalt in Kloten, Erwin Mensink. Auf 95 Prozent beziffert er den Auslastungsgrad. Sein Team sorgt dafür, dass zwischen 6 Uhr früh und 11 Uhr nachts optimal präpariertes Eis zur Verfügung steht. Ohne solch ausgedehnte Betriebszeiten könnten in Kloten längst nicht mehr alle Klubs trainieren und spielen.

Bis zu 12 Millionen für neue Halle

In Bassersdorf soll neben der BXA-Sportanlage dereinst eine Halle mit einer Metallverkleidung entstehen, erklärt Bircher. Er spricht von einem Investitionsvolumen von 11 bis 12 Millionen, das über seine Firma Jube Holding abgewickelt würde. Gemeindepräsident Franz Zemp und Vize Markus Grob seien der Idee stets positiv gegenübergestanden, sagt Bircher. Inzwischen liegen auch erste Pläne vor. «Die Kabinen sind an die heutigen Anforderungen der Hockeyklubs angepasst worden, und ein 300 Quadratmeter grosser Fitnessraum ist auch eingeplant.» Mit einer kleinen Tribüne für 350 Zuschauer würde die Halle auch für Meisterschaftsspiele vom EHC Bassersdorf und allen anderen Klubs reichen, die heute in Kloten Eis beanspruchen, schätzt der Immobilienhändler.

Gemäss Gemeinderat Markus Grob gibt es noch einige Knackpunkte zu lösen. So müsse zuerst der Kanton und danach die Gemeindeversammlung – voraussichtlich im März 2009 – in die Umzonung der Ackerflächen einwilligen. Vorausgesetzt, die berechtigten Anliegen der Dorfvereine für eine Dreifachturnhalle, weitere Fussball- sowie Tennisplätze würden nicht unter dem Bau einer Eishalle leiden, dürfte auch die Bevölkerung hinter dem Eishallenprojekt stehen, schätzt Grob.

Der Entscheid des Kantons wird per Anfang 2009 erwartet. Jürg Bircher rechnet damit, dass bei optimalem Verlauf bereits in einem Jahr der Spatenstich erfolgen könnte. In Kloten bleibt man derweil gelassen, obwohl man nicht abgeneigt wäre, wenn Bircher dort investieren würde. «Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es an beiden Orten neue Eisfelder geben könnte», meint Bircher dazu. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.10.2008, 22:01 Uhr

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