Bierseligkeit

Die Bar beim Hauptbahnhof führt Biertrinker in eine neue Dimension: 26 Zapfhahnen und Zugang zu Bier von rund 100 Brauereien.

Wie sollte Erzbierschof Flükiger bei so vielen Zapfhahnen auch anders als stolz blicken?

Wie sollte Erzbierschof Flükiger bei so vielen Zapfhahnen auch anders als stolz blicken?

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Machen Sie nicht den Fehler, als Erstes ein dunkles, 13-prozentiges Imperial Stout zu bestellen, weil Sie den Kenner markieren wollen. So geht die ganze Palette an leichten, aber geschmackvollen Bieren unverkostet an Ihnen vorbei. Wie beim Wein gilt auch beim Bier: Steigen Sie mit etwas Leichtem ein, damit eine Steigerung möglich ist.

26 Offenbiere zapft Anton Flükiger in seiner neuen Bar. Und stets gibt es Wechsel. «Wir wollen unsere Gäste überraschen, ihnen Neues schmackhaft machen», sagt er. Weil Flükiger für seine Kurse, die er nach der Biersommelier-Ausbildung anbot, spezielle Preziosen suchte, begann er, selber Bier zu importieren. Die Bar war dann die logische Folge. Zusammen mit uns verkostete er vor der Bareröffnung vier Biere. Eben: angefangen beim leichtesten, gesteigert bis zum Imperial Stout.

Cascade Amber Ale von Kitchen Brew, Basel
Der Basler Fabian Ehinger begann in seiner Küche zu brauen, lagerte die Produktion dann aus zu einem Brauer in Saint-Louis. Ein Bier mit floralen Noten. Luftig, leicht und unglaublich rund am Gaumen. Dieses Bier könnten Sie beispielsweise zum Einstieg bestellen.

Vieille Artisanal von Crooked Stave, USA
Dieses Gebräu hat zwar mit 4,2 Prozent einen leicht niedrigeren Alkoholgehalt als das erste von uns verkostete. Aber: Durch die Lagerung im Holzfass entfaltet es komplexere Aromen. Ein Hauch von Säure verleiht ihm Frische. «Holzfassreifung für Biere ist derzeit im Trend, sodass viele Brauer es machen», sagt Anton Flükiger. «Nicht alle können es gleich gut.»

Old H Imperial Honey Ale von Bier Factory, Rapperswil
Honigbier. Klingt süss. Ist aber ganz und gar nicht klebrig am Gaumen – trotzdem kommt der Honiggeschmack gut zur Geltung. Wunderbar harmonische Aromen vom Braumeister aus Neuseeland, der in Rapperswil erfolgreich Craft-Biere herstellt.

Freds Blend von Prairie Artisan Ales, USA
Jetzt wird es richtig stark: 13 Prozent Alkohol. Kräftige Kaffeenoten. Auch Vanille. Und Holz. «Von diesem Bier trinkt man die Flasche nicht allein», erklärt Anton Flükiger. «Ein Glas davon reicht völlig, man teilt es also am besten mit Freunden.» Und esse dazu: Roquefortkäse. (Zueritipp)

Erstellt: 25.02.2015, 17:26 Uhr

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