Das bediente Salatbuffet

Take-aways mit gesundem Essen sind das Gastrokonzept der Stunde. Im Kreis 1 gibts ein weiteres Lokal.

Im Hintergrund das Buffet, vorne die Sitzplätze.

Im Hintergrund das Buffet, vorne die Sitzplätze.

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Die Gärtnerei? Ist eine Salatbar im wahrsten Sinne des Wortes. Der Gast geht an den Tresen, lässt sich sein Grünfutter mixen und verzehrt es dann auf einem hohen Hocker.

Von einigen fixen Kompositionen auf der Karte mal abgesehen, bestimmt jeder selbst, was in seinen Salat kommt: Als Grundlage gibt es Lattich, Kopf- oder Spinatsalat, diese Palette wird freundschaftlich «dein Blatt» genannt – und damit ist die Hemmschwelle zum Duzis bereits überwunden. Beim Schöpfen lächelt die junge Bedienung, sie fragt den Kunden nach den gewünschten fünf weiteren Zutaten, den «Veggies»: Zur Auswahl stehen so gesunde Dinge wie Kichererbsen, Sprossen, Avocado, Frühlingszwiebeln, rohe Champignons und Broccoli, Vollkornnudeln, Cherrytomaten … Einiges kostet extra, so etwa Pouletbrust, gebratene Scampi oder Feta. Am Ende kommt man auf einen Preis von circa 15 bis 22 Franken pro Portion.

Als Krönung wird über den fertig gemischten Salat eine Sauce nach Wahl gegossen, zum Beispiel ein Dressing mit Senf und Honig oder, sehr sämig und aromatisch, mit Hummus. Die Suppenschüssel auf dem Tablett sieht aus, als hätte Donna Hay sie höchstpersönlich zubereitet. Die erfolgreiche australische Kochbuchautorin hätte die Komposition kaum besser hingekriegt – wahrscheinlich wäre bei ihr aber das Vollkorn-Kastenbrot schmackhafter – man darf dafür so viel nehmen, wie man mag.

Das Resultat entspricht zeitgemässen Ernährungsempfehlungen, davon fühlen sich offenbar viele Bankangestellte in der Gegend angesprochen. Und ja, es schmeckt. Sollte dies einmal nicht der Fall sein – hier liegt die eigentliche Raffinesse des Gärtnerei-Konzepts –, dann hat der Kunde es sich ja selbst so eingebrockt. Mit seiner eigenen Bestellung.

Suppen ab 9.50 Franken, Salate ab 14.50 Franken (Zueritipp)

Erstellt: 04.09.2013, 16:27 Uhr

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