Die Horte der Primarschule Uster sind zum Schulanfang bereit

Am Montag starten in Uster die Schulhorte. In allen sieben Schulhäusern gibt es ein Betreuungsangebot. Trotzdem sind die privat geführten Horte ausgebucht.

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«Wir sind parat», sagt Luzia Nuber, Projektleiterin Tagesstrukturen der Primarschule Uster. Seit vergangenem Oktober ist sie zusammen mit einer Mitarbeiterin dabei, das Betreuungsangebot neben den Unterrichtszeiten zu organisieren. Ein solches schreibt das neue Volksschulgesetz auf das Schuljahr 2009/10 zwingend vor. In Uster können die Primarschüler schon nach den Sommerferien vom neuen Betreuungsangebot profitieren. In allen sieben Schuleinheiten (Hasenbühl, Gschwader, Nänikon, Niederuster, Oberuster, Pünt und Talacker) gibt es nach den Sommerferien einen Hort. Vom Kindergärtler bis zur 6.-Klässlerin werden die Kinder den ganzen Tag, einen halben oder nur über Mittag betreut. Die Eltern mussten ihre Kinder dazu anmelden, das Angebot ist kostenpflichtig.

157 Anmeldungen für Mittagstisch

Für die Betreuung der Kinder rekrutierte die Primarschule zahlreiche Fachleute. «Wir hatten keine Probleme, ausgebildete Sozialpädagogen oder Kindergärtnerinnen für die Schulhorte zu finden», sagt Luzia Nuber. Laut Reglement der Stadt Uster muss in jedem Hort eine Sozialpädagogin oder Kindergärtnerin angestellt sein. Laut Nuber hätten sich zahlreiche Angestellte von Kinderheimen gemeldet. Für diese sei ein Job im Schulhort attraktiv, weil er eine geregelte Arbeitszeit bedeute. Es hätten sich aber auch Personen gemeldet, die bereits über Horterfahrung verfügten. Daneben wurden Frauen vom Verein «School Lunch Uster» angestellt. Dieser hatte bisher den Mittagstisch organisiert. Der Verein hat sich nun aufgelöst. Insgesamt hat die Stadt 25 Mitarbeitende in Teilzeitpensen für die sieben Horte eingestellt. «Die meisten sind aus Uster oder der Umgebung», so Nuber.

In der Stadt Uster besuchen dieses Schuljahr 2587 Kinder Kindergarten oder Primarschule. Von diesen haben sich 157 Kinder für den Mittagstisch und 144 für den Hort angemeldet. «Unsere Horte sind noch nicht voll ausgelastet», gibt Nuber zu, «doch Erfahrungen in anderen Gemeinden zeigen, dass die Anmeldungen im zweiten und dritten Jahr je um rund 15 Prozent steigen.» Viele Eltern würde erst einmal abwarten, wie sich die Schulhorte entwickelten, und ihr Kind erst dann anmelden.

Private Horte sind ausgebucht

Anders sieht es in den privat geführten Kinderhorten aus. «Wir haben zurzeit keinen einzigen Platz frei», sagt Marianne Schefer, Leiterin des Kinderhorts Ramba Zamba an der Ustermer Quellenstrasse. Keines der bisherigen Hortkinder habe in den Schulhort gewechselt. Aus ihrer Sicht sei das Angebot der Schule für Kinder ab der 3. Klasse gut. «Kindergärtler sind noch zu wenig selbstständig, um alleine in den Schulhort zu gehen.» Viele Eltern hätten ihren Nachwuchs auch im vertrauten Umfeld des bisherigen Hortes lassen wollen, so Marianne Schefer.

Ähnlich tönt es beim Hort im Lot. Alle Plätze sind belegt. Wie Hortleiterin Susi Schneider sagt, möchten zahlreiche Kinder nicht den ganzen Tag im Schulhaus verbringen und schätzten es, für den Hort das Schulareal zu verlassen. «Viele Eltern wollen erst einmal abwarten, wie es im Schulhort zu- und hergeht.» Auch die Kindertagesstätte Kita Seegarten in Niederuster ist voll belegt. Dort werden aber nur Kinder bis und mit Kindergartenalter betreut. «Von den Kindergartenkindern hat kein einziges in den Schulhort gewechselt», sagt Leiterin Fabienne Wäger.

Als die Primarschule das neue Betreuungsangebot angekündigt hatte, machte sich bei den privaten Ustermer Horten Unsicherheit breit. Viele fürchteten, dass zahlreiche Kinder wechseln könnten und der Hort damit nicht mehr ausgelastet sei. Das ist aber offenbar nicht eingetreten. Die Hortleiterin Susi Schneider findet sogar, dass das Hortangebot der Schule flexibler sei. «Bei uns müssen die Kinder an zwei Tagen pro Woche kommen, bei den Schulhorten können die Eltern frei bestimmen.» Marianne Schefer vom Kinderhort Ramba Zamba meint, dass durch die vielen Schulhorte auch die privat geführten Horte aufgewertet würden. «Der ganze Bereich familienexterner Betreuung erhält so mehr Gewicht.» Erstmals könnten die Eltern zwischen zwei Hortangeboten auswählen. Es sei aber klar, dass sich die privaten Horte weiterentwickeln müssten. «Wir sind daran, unser Angebot zu überdenken, um für künftige Herausforderungen gewappnet zu sein», sagt Marianne Schefer. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.08.2008, 07:17 Uhr

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