Die Rheinbrücke blockiert, um Unterschriften zu sammeln

Mit einer Strassenblockade haben gestern die Eglisauer Ortsparteien, der Verein Viva Eglisau sowie der Bezirksgewerbeverband Bülach ihre Unterschriften-Sammelaktion für die Petition «Umfahrung Eglisau jetzt!» lanciert.

Der Verkehr durch Eglisau geriet gestern Vormittag zeitweise ins Stocken.

Der Verkehr durch Eglisau geriet gestern Vormittag zeitweise ins Stocken. Bild: Barbara Stotz

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Während rund einer Dreiviertelstunde hielten Mitglieder der Feuerwehr am Ende der Rheinbrücke Automobilisten an. Die Rückstaus, die sich dadurch bildeten, nutzten die Aktivisten, um bei den Auto- und Lastwagenfahrern Unterschriften zu sammeln oder um ihnen Petitionsbögen auszuhändigen. Als Dank für die Aufmerksamkeit und die Geduld gabs für jeden ein Schöggeli. Behördenvertreter der Gemeinde Eglisau nahmen nicht an der Aktion teil.

Der Gewerbeverband, die Eglisauer Parteien und der Verein Viva Eglisau fordern, dass der Planung der Umfahrung Eglisau eine höhere Priorität eingeräumt wird und dass die Hochleistungsstrassen-Verbindungsstücke zwischen Bülach, Glattfelden und Eglisau rasch realisiert werden. Die Reaktionen der Automobilisten seien mehrheitlich positiv gewesen, sagte ein Mitglied von Viva Eglisau. Besonders die Lastwagenchauffeure hätten sich für die Petition interessiert und hätten zum Teil gleich mehrere Unterschriftenbogen mitgenommen.

Die Kantonspolizei Zürich war an der Strassenblockade vor Ort und nahm mit den Organisatoren der Unterschriften-Sammelaktion Kontakt auf. Man habe die Organisatoren aufgefordert, die Aktion abzubrechen, was die Teilnehmer befolgt hätten, erklärte Mediensprecher Werner Benz. Die Polizei sei dabei verhältnismässig vorgegangen, so dass der Abbruch der Unterschriften-Sammelaktion problemlos erfolgt sei. Eigentlich wäre eine solche Aktion bewilligungspflichtig gewesen. Bei der verkehrstechnischen Abteilung der Kantonspolizei Zürich sei jedoch kein entsprechendes Gesuch eingegangen, so Werner Benz. Die Kantonspolizei Zürich prüft nun zusammen mit der zuständigen Behörde, ob die illegale Aktion eine Verzeigung nach sich zieht. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 29.08.2008, 07:33 Uhr

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