Die Stäfner Bevölkerung soll sich an der Bahnhofgestaltung beteiligen

Demnächst verteilt die Gemeinde Stäfa Flugblätter in alle Haushalte. Die Stäfner werden darin aufgefordert, Vorschläge zur Bahnhofgestaltung zu machen.

Zurzeit noch eng und chaotisch: Der Bahnhofplatz in Stäfa. (Bild: Gesa Lüchinger)

Zurzeit noch eng und chaotisch: Der Bahnhofplatz in Stäfa. (Bild: Gesa Lüchinger)

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Der Flyer ist bereit. Ab nächsten Montag wird er in alle Haushalte der Gemeinde Stäfa verteilt. Diese will von ihren Einwohnern wissen, was auf dem Bahnhofareal verbessert werden soll. Weiter interessiert die Gemeinde, wie die Stäfner das Einkaufsangebot beim Bahnhof beurteilen und was ihrer Meinung nach fehlt. Als dritten Punkt kann man Ideen liefern, was auf dem Bahnhofareal wichtig wäre und was nicht hierher gehört.

Das Projekt für einen Bushof beim Bahnhof Stäfa wurde schon letztes Jahr in Angriff genommen. Im April dieses Jahres hat die Gemeinde aber entschieden, dass bei der Planung eines Bushofes die gesamte Gestaltung des Bahnhofplatzes berücksichtigt werden muss. Zu komplex waren die vielfältigen Bedürfnisse von Pendlern, angrenzenden Gewerblern und der SBB. Zu diesem Zweck erstellt die Gemeinde einen Koordinationsplan, der im September vorliegen soll. Der Stäfner Sicherheits- und Werkvorstand Beat Salvisberg hatte noch im April gesagt, die Gemeinde sei für vieles offen. Je nach Bedürfnissen der Betroffenen ziehe man von einem Gesamtplan für die Zone zwischen Bahnhof und Restaurant Rössli bis zu einem völligen Verzicht auf einen Bushof alles in Betracht.

«Der grosse Baum muss bleiben»

Dass die Meinungen auseinandergehen, wird bei genauerem Nachfragen schnell klar. An einem Verzicht auf einen neuen Bushof hätten wohl die Buschauffeure wenig Freude. Am liebsten hätten sie einen Bushof «wie in Meilen», sagen zwei von ihnen. Da habe jeder Bus seinen Platz. Man müsse nicht ständig warten, bis ein anderer Bus schon abgefahren sei, bevor man die Passagiere aussteigen lassen könne. In Meilen sei alles geräumig und habe seine Ordnung. «Wenn man den alten Güterschuppen abreisst, hat es auch in Stäfa genügend Platz», meinen die beiden Chauffeure. Die Unterführung müsse man dann nach hinten verlegen, damit die Passagiere rechtzeitig auf den Bahnsteig gelangten. Und die Parkplätze, die beim Güterschuppen verloren gingen, könne man nach vorne verlegen - dorthin, wo die Busse heute halten.

Während die Buschauffeure den Bahnhofplatz schon recht konkret vor Augen haben, sind sich andere noch unsicher. Einer Angestellten des Café Vrene ist es wichtig, dass der Platz nicht «so hässlich aussehen wird wie in Männedorf». Und die Parkplätze entlang der Bahnhofstrasse vor den Geschäften müssten unbedingt bleiben, denn der grösste Teil ihrer Kundschaft sei mit dem Auto unterwegs.

Ausser den Buschauffeuren scheinen die Bushöfe am rechten Zürichseeufer niemandem recht zu gefallen. Martin Imbach, Inhaber des Rosen- und Orchideengeschäfts Valse des Roses, findet den Bushof Meilen trostlos und wünscht sich für den geplanten Bushof Stäfa mehr Grün. «Sehr wichtig ist mir, dass der wunderschöne grosse Baum nicht gefällt wird.» Die Busse direkt vor seinem Geschäft stören ihn nicht. Er fürchtet aber auch nicht um seine Kundschaft, sollte der Bushof beim alten Güterschuppen zu stehen kommen. «Allerdings dürften die Parkplätze nicht zu weit weg von den Geschäften sein.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.08.2008, 07:19 Uhr

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