Die nackten Zahlen zu den Schweizern

Ein Blick in die Statistiken verrät nach den beiden Gruppenspielen Erstaunliches.

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Es ist eine schöne WM für alle, die das Spektakel mögen. Und für Statistikfans. Die Fifa und private Firmen generieren Zahlenmaterial wie noch nie. Rückschlüsse auf die Resultate der Mannschaften lassen die Daten nicht immer zu, sie sind da und dort auch mit Vorsicht zu geniessen. Für Shaqiri beispielsweise weist die Fifa aus der ersten Halbzeit gegen Ecuador eine Topgeschwindigkeit beim Sprint von 19,12 km/h zu (und bei Stocker 22,63). Dass beide bis zur Pause nie schneller waren, dürfte kaum richtig sein.

Und Djourou ist vermutlich nur theoretisch der beste Schweizer Passgeber und seine Erfolgsquote von 99 Prozent auf seine Spielweise zurückzuführen. Der Innenverteidiger wählt den Sicherheitspass an seine Teamkollegen, wenn die Schweiz ihre Angriffe lanciert.

Djourou der schlechteste Zweikämpfer

Es gibt allerdings einige interessante Fakten. Djourou ist der deutlich schlechteste Zweikämpfer der Schweizer Abwehrspieler, er verlor 10 von 19 Duellen. Von Bergen kam bis zu seiner Verletzung auf 87,5 Prozent gewonnene Duelle, Senderos steht gar bei 100 Prozent. Klingt hervorragend, sagt aber nur bedingt etwas über den Wert seiner Verteidigungsarbeit aus. Kommt Senderos zu spät oder stimmt sein Positionsspiel nicht, gibt es auch keinen Zweikampf. Das war gegen Frankreich wiederholt der Fall.

Der Superläufer im Schweizer Team ist Xhaka, er hat bislang mehr als 23,2 km zurückgelegt, an der internationalen Spitze liegt Basels Chilene Marcelo Diaz mit 25,3 km. Dieser Statistikbereich zeigt auch die Auswirkungen des Klimas. Im feucht-heissen Salvador lief Xhaka während der gesamten Partie fast einen Kilometer weniger als in Brasília. Die Differenz ist bei Inler und Lichtsteiner, den zweit- und drittstärksten Läufern, ähnlich. Captain Inler hatte bislang am meisten Ballkontakte (153), die Werte von Lichtsteiner (133) und Rodriguez (131) zeigen, wie sehr das Schweizer Spiel auf ­aktive Aussenverteidiger und das Flügelspiel ausgerichtet ist. Abgesehen von Djourou war Xhaka bisher der genauste Zuspieler mit fast 94 % geglückten Pässen.

Vermutlich hätten viele auf Drmic gesetzt als schnellsten Schweizer Sprinter. Der Stürmer kam in seinen 100 Einsatzminuten aber nicht auf den Bestwert. Zügiger als er mit seinen 29,77 km/h war nicht nur Mehmedi mit 31,61 km/h, auch Seferovic, von Bergen, Behrami und Rodriguez waren schneller. Bislang schnellst gemessener Spieler an der WM ist der Kroate Srna mit 32,98 km/h. Die einst für Robben vermeldeten wahnsinnigen 37 km/h hat die Fifa korrigiert, sie führt den Holländer mit einem Spitzenwert von 31,03 km. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 24.06.2014, 14:09 Uhr

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