Ein Drittel des Holzes fällen

Zwischen Niederuster und Greifensee wird der Wald gepflegt. Aus Sicherheitsgründen werden Radweg und Strasse eine Woche lang gesperrt.

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Vom Montag, 17. November, bis Freitag, 21. November sind Seestrasse und Radweg zwischen Niederuster und Greifensee gesperrt. Der Verkehr wird über die Sonnenberg- und die Tumigerstrasse umgeleitet. Geöffnet bleibt lediglich der Fussweg. Aber auch er wird zeitweise gesperrt werden müssen. Mit Wartezeiten und herumliegenden Ästen ist deshalb zu rechnen. Den Anweisungen des Sicherheitspersonals sei unbedingt Folge zu leisten, schreibt das Amt für Landschaft und Natur, Abteilung Wald. Es empfiehlt, den Seeuferweg am besten gar nicht zu benutzen. Zwischen Greifensee und Niederuster wird nämlich tüchtig geholzt.

Laut Peter Manale, Förster von Greifensee, wird der Wald kräftig ausgedünnt. Rund ein Drittel des Holzes soll verschwinden. Geholzt wird auf der Basis eines Pflegeplans, der von der Abteilung Wald in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Naturschutz erarbeitet worden ist. Der Wald liegt im Perimeter der Greifenseeschutzverordnung, in ihr sind die Schutzziele und -massnahmen festgeschrieben. Unter anderem, dass der Wald zielgerichtet gepflegt werden muss, um die Naturschutzziele und die Bedürfnisse der Erholungsuchenden zu erfüllen. Dass das ein Spagat ist, versteht sich angesichts der grossen Zahl von Erholungsuchenden, die sich in diesem Gebiet aufhalten, von selbst.

Heimische Gewächse fördern

Laut Manale sollen beim ersten grossen Holzschlag seeseitig der Seestrasse Schwarzföhren und Robinien entfernt und standortgerechte, heimische Gewächse gefördert werden. Entfernt werden soll auch ein Teil der Buchen, um Waldföhren, Eichen und Mehlbeeren Sonnenlicht und Existenz zu sichern. Geplant ist, dass einzelne Lücken zum See hin geschaffen werden, sodass der Blick zum Greifensee ermöglicht wird. Ein besonderes Augenmerk soll dem Totholz gewidmet werden. Um Tiere, Pflanzen und Pilze zu fördern, will man einige Stämme im Wald liegen lassen und einige Bäume auf einer Höhe von 3 bis 6 Metern fällen, um Lebenwesen, die auf eher trockenes Totholz angewiesen sind, einen Lebensraum zu schaffen.

Die privaten Eigentümer des Waldes seien über die Arbeiten informiert worden und mit den Massnahmen einverstanden. In Absprache mit dem Tiefbauamt soll mit den anstehenden Arbeiten auch noch gleich der Waldrand entlang der Seestrasse beziehungsweise dem Radweg durchforstet werden. Alte oder schräg stehende Bäume werden geerntet. Ausgeführt werden die Arbeiten durch lokale Unternehmen. (gau)

Erstellt: 10.11.2008, 20:51 Uhr

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