Ein Platz zu Ehren von Karl Lukas Honegger

Der Herrliberger Künstler Karl Lukas Honegger erhält fünf Jahre nach seinem Tod einen nach ihm benannten Platz. Freunde und Bekannte wohnten gestern der Einweihung bei.

Freude herrscht: Paul von Arx, Christoph Blocher, Rolf Jenny und François Geinoz von der Limmat-Stiftung (v.l.).

Freude herrscht: Paul von Arx, Christoph Blocher, Rolf Jenny und François Geinoz von der Limmat-Stiftung (v.l.). Bild: Daniel Wagner

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Energie und Tatendrang prägten das Leben von Karl Lukas Honegger, der bis zu seinem Tod vor fünf Jahren in der Kittenmühle in Herrliberg wohnhaft war. Selbst im hohen Alter kostete der international tätige Maler und Bildhauer das Leben in vollen Zügen aus und setzte seine Erlebnisse unter anderem in Form seiner ausdrucksstarken Bildsprache um. Das Reisen gehörte zu seinen grossen Leidenschaften. Selbst als 97-Jähriger liess er sich das Segelabenteuer auf einer Windjammer in der Nord- und Ostsee nicht nehmen.

Christoph Blocher zu Gast

Dass das Motto «Aus den Augen, aus dem Sinn» für den bekannten Herrliberger Künstler nicht zutrifft, machte die Einweihung des Karl-Lukas-Honegger-Platzes gestern Donnerstag deutlich. Denn noch heute ist Honeggers Fangemeinde gross. Zahlreiche Freunde und Bekannte trafen sich zu Ehren von «Honi» in der Herrliberger Kittenmühle. Auch Alt-Bundesrat Christoph Blocher liess sich diesen Anlass nicht entgehen. «Wie Sie sicher wissen, bin ich ein grosser Kunstliebhaber. So durfte ich Karl Lukas Honegger persönlich kennen lernen. Ich freue mich, dass er nun einen Platz bekommen hat, der nach ihm benannt ist», unterstrich der hiesige Politiker aus Leidenschaft.

Gemeindepräsident Rolf Jenny würdigte den Maler und Künstler in den höchsten Tönen. Er betonte dessen gelebte Vitalität bis ins hohe Alter: «Die meisten Geburtstagsglückwünsche hatte Honi wohl von mir erhalten.» Der folgende von Jenny erzählte Ausspruch Honeggers widerspiegelt dessen Lebenslust bis kurz vor seinem Tod: «Man isst ja wirklich gut hier im Altersheim, aber es hat so furchtbar viele alte Menschen hier.»

«Ein liebenswerter Freund»

Paul von Arx, Präsident der Gönnervereinigung Karl Lukas Honegger, reflektierte das vielfältige und grossartige Wirken dieses aussergewöhnlichen Mannes. Karl Lukas Honegger sei ein liebenswerter Freund, ein anspruchsvoller und provokativer Kunstsachverständiger gewesen. Sein Humor und Schalk würden allen, die ihn kannten, unvergessen bleiben. Von Arx dankte den Behörden der Gemeinde Herrliberg für die geleistete Unterstützung rund um die Realisierung des neu getauften Platzes.

Es war der der ebenfalls in Herrliberg wohnhafte Ruedi Brütsch gewesen, der seitens der Gönnervereinigung die Idee hatte, einen Karl-Lukas-Honegger-Platz in der Kittenmühle zu realisieren. «Ich denke, das waren wir Honegger schuldig, er hat diese Würdigung mehr als verdient», erzählte Brütsch.

Thomas Krauer, stellvertretender Leiter der Tiefbauabteilung und seitens der Gemeinde der Drahtzieher dieses Projektes, kam die Ehre zu, das Namensschild zu enthüllen. Die ebenfalls am Donnerstag eingeweihte Skulptur von Honegger, «Blumenpflückendes Mädchen», wertet den Platz zusätzlich auf. «Honi hat Frauen über alles geliebt», führte Paul von Arx dazu aus.

Unter der Leitung von Stefan Peter sangen anschliessend Jugendliche einer Oberstufen-Schulklasse aus Rapperswil popige Lieder und animierten die Gäste zum Mitsingen. Dies in Anlehnung an Honeggers letzte bedeutenden Ausstellung im Polenmuseum des Schlosses Rapperswil. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 18.09.2008, 22:16 Uhr

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