«Ein sehr persönliches Buch»

Inspiriert von der eigenen Jugend, hat der Schweizer einen Familienroman geschrieben.

Linus Reichlins neuer Roman hat sich quasi selber geschrieben.

Linus Reichlins neuer Roman hat sich quasi selber geschrieben.

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Sie wohnen jetzt in Berlin. Vermissen Sie Zürich?
Ich vermisse nicht unbedingt Zürich, aber manchmal die Schweiz, und offenbar gehen Liebe und Heimweh beide durch den Magen. Seit es in Charlottenburg einen Laden namens Chuchichäschtli gibt, kaufe ich dort zu horrenden Importpreisen Schweizer Produkte.

Wie unterscheidet sich der Roman «In einem anderen Leben» von seinen Vorgängern?
Ihm liegt eine echte Geschichte zugrunde. Aber ich bilde mir nichts darauf ein. Dieses Buch hat sich, so merkwürdig es klingen mag, grösstenteils selber geschrieben. Und merkwürdigerweise ist, gerade weil ich als Autor gewissermassen im Hintergrund stand, einerseits ein sehr persönliches Buch entstanden, andererseits aber auch eins, in dem viele Leser eigene Erfahrungen mit Familie und Eltern wiederfinden werden.

Inwiefern?
Es geht um die Tragik jener, die in den 70er-Jahren Teenager waren und die es einerseits mit Eltern zu tun hatten, mit denen man über vieles nicht sprechen konnte, und andererseits mit einer Gesellschaft, die zugleich starr und unkommunikativ war. Der Protagonist meines Buchs leidet ja im Grunde weniger darunter, dass sein Vater trinkt, als unter der Unmöglichkeit, mit ihm zu kommunizieren.

Wie schwierig war es für Sie, über eine tragische Vergangenheit zu schreiben, die der Ihren ähnelt?
Ich wurde beim Schreiben nicht von schlimmen Erinnerungen überwältigt, sondern empfand es im Gegenteil als Glück, jetzt, nach so vielen Jahren, darüber schreiben zu können, denn dadurch bekam das, was gesche­hen war, einen Sinn. (tipp)

Erstellt: 25.02.2015, 16:52 Uhr

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