Eine Skulptur als Eingangstor in die Glattalstadt

Unter dem Namen «Wright Place» entsteht im Glattpark ein markantes Gebäude. Es ermöglicht Arbeiten, Fitness, Wohnen und Einkauf unter einem Dach.

Vision einer Skulptur: So stellen sich die Macher den «Wright Place» vor. Rechts unten ist der Eingang in den Migros-Markt.

Vision einer Skulptur: So stellen sich die Macher den «Wright Place» vor. Rechts unten ist der Eingang in den Migros-Markt. Bild: PD (Visualisierung)

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Noch ist das Projekt erst in seinen Grundzügen bekannt. Doch schon Anfang 2012 sollen die Bagger auffahren. Wie die Verantwortlichen gestern anlässlich eines Festaktes ausführten, wird bis zum Jahr 2013 auf der noch unbebauten Süd-Seite des Glattparks ein Blockrandbau entstehen. Darin werden Büros, gewerblich genutzte Räume wie Restaurants und etwa 90 Wohnungen eingerichtet. Einen grossen Teil der Gewerbeflächen hat die Migros gemietet. Sie plant einen Supermarkt und einen Fitness-Park mit Wellnesslandschaft.

«Im Glattpark entsteht eine neue Stadt», schwärmte Planer Andreas Binkert. Insgesamt halten sich rund 20'000 wohnende und arbeitende Menschen im Quartier auf, betonte er. Binkert verglich das Gesamtvorhaben mit dem Bau einer römischen Siedlung: Um ein Forum wurden die zentralen Gebäude erstellt, die Strassenachsen stellten die Handelswege dar, die oft zu einem Hafen führten.

«Eine Skulptur»

Die verschieden hohen und immer wieder von Leerräumen durchbrochenen Baukörper sind um einen öffentlich zugänglichen und begrünten Hof gruppiert. Auch auf den Dächern sind Grünflächen geplant.

Laut Chefarchitekt Silvio Ragaz liegt die Bedeutung des Gebäudes in seiner Lage am Eingang in den Glattpark. «Das Haus ist eine Skulptur», sagte er. Sein Büro hatte den ausgeschriebenen Studienauftrag gewonnen. «Wir wollen eine Architektur, welche es den Benutzern ermöglicht, Synergien zu schaffen.» Dazu gehöre, dass das Leben auch ausserhalb des Gebäudes möglich sein solle, beispielsweise in Strassenbeizen. «Das ist in neuen Stadtquartieren erfahrungsgemäss recht schwierig.»

Flugpioniere als Namensgeber

Das Haus ist nach den beiden Flugpionier-Brüdern Orville und Wilbur Wright benannt und wird an der gleichnamigen Strasse stehen. Bei der gestrigen «Projekttaufe» betonte der Opfiker Stadtpräsident Paul Remund die grosse Bedeutung des Projekts für die Entwicklung des Glattparks: «Es verleiht unserem neuen Stadtteil ein neues Gesicht. Und der Nutzungsmix entspricht den Bedürfnissen der Zukunft.» In einer Präsentation zeigte ihm der zuständige Architekt das Projekt, indem er mit einem Filzstift die Umrisse auf eine Scheibe skizzierte. Wer durchschaute, blickte auf den benachbarten Standort des «Wright Place» und konnte es sich bildhaft vorstellen.

Grundeigentümerin und verantwortlich für die Ausführung sind die UBS und ihr Immobilienfonds Sima. Während die Investitionskosten für den gesamten Glattpark im Endausbau auf über 2 Milliarden Franken inklusive Landerwerb geschätzt werden, gehen die Verantwortlichen beim «Wright Place» von etwas über 100 Millionen Franken aus. Es bildet damit einen der grösseren Brocken im Entwicklungsgebiet.

«Der Glattpark ist für uns sehr wichtig», erläuterte der zuständige Abteilungsleiter der UBS, Daniel Brüllmann. Die Bank verantworte damit die dritte grössere Investition im Quartier.

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Erstellt: 14.09.2010, 22:04 Uhr

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