Einsturzgefahr in Wetziker Schulhaus

Ein Lastwagenfahrer hat die Wetziker Sekschüler womöglich vor einem schlimmen Unglück bewahrt. Er hat eine verrostete Stütze der Pausenhalle gerammt. Nun ist die Halle abgesperrt.

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Es war am ersten Montag in den Sommerferien. Ein Lastwagen lieferte Baumaterial ins Wetziker Oberstufenzentrum. Der Fahrer fuhr rückwärts und stiess dabei in eine Stütze der Pausenhalle, die das renovierte Schulhaus Egg mit der alten Turnhalle verbindet. Die Stütze wurde erheblich beschädigt. Anfänglich ärgerten sich die Schulbehörden über den unvorsichtigen Chauffeur. Doch mittlerweile hat sich das Missgeschick als eigentlicher Glücksfall erwiesen. Als Fachleute nämlich in der ersten Sommerferienwoche die angeknickte Stütze entfernten und genauer unter die Lupe nahmen, stellten sie fest, dass sie innen vollständig verrostet und nicht mehr richtig tragfähig war.

Schaden von 100 000 Franken

Die Schulpflege entschied unverzüglich, alle äusseren Stützen, die dem Regen ausgesetzt sind, zu ersetzen, und auch die inneren untersuchen zu lassen. Das Ergebnis war beunruhigend. Auch die inneren Stützen, welche die Pausenhalle tragen, waren stark angerostet. Nun werden auch diese ersetzt. Kostenpunkt der unvorhergesehenen Renovation: 100 000 Franken. Für Schulpräsident Ruedi Bachofen ist klar: Diese Kosten hat die Schulgemeinde zu übernehmen. Bei einem 40-jährigen Bau kann man weder Baufirma noch Architekten für einen solchen Schaden verantwortlich machen.

Ein Teil der Pausenhalle ist derzeit abgesperrt und wird durch provisorische Träger zusätzlich gestützt. Die Sekundarschüler müssen sich bis Anfang September in verregneten Pausen im offenen Teil des Unterstandes etwas enger zusammendrängen. Zudem ist es ihnen «strengstens verboten, an den Abspriessungen etwas zu verändern», wie der Schulleiter der Lehrerschaft schriftlich mitgeteilt hat.

Schulpräsident Ruedi Bachofen betont: «Die Sicherheit hat für uns oberste Priorität.» Er ist nicht der Meinung, die Pflege der Schulbauten vernachlässigt zu haben. Es sei ohnehin geplant gewesen, die Pausenhalle in zwei Jahren zu sanieren, genauso wie die alte Turnhalle. Bachofen betont zudem, dass das Turnhallendach erst kürzlich von Experten auf seine Tragfähigkeit überprüft worden sei. Ein Problem gebe es dort nicht. Der Turnunterricht könne ohne Einschränkungen in der Halle stattfinden.

Auch Probleme mit der zweiten Halle

Auf dem gleichen Schulareal ist vor kurzem die Pausenhalle, die die beiden Trakte des Schulhauses Lendenbach verbindet, ersetzt worden. Laut Schulpräsident Bachofen ist es auch dort zu einer unliebsamen Überraschung gekommen.

Unter dem gedeckten Durchgang gibt es einen Hohlraum oder einen unzugänglichen Keller, von dem niemand etwas gewusst hatte. Der schwere Betonboden der Pausenhalle ist also gleichzeitig die Decke dieses Kellers. Zudem stehen die neuen Stützen der Halle nicht mehr exakt am gleichen Ort wie die alten, was sich ungünstig auf die Statik ausgewirkt hat. Messungen haben ergeben, dass der Boden im Keller mit neuen Stahlstützen gesichert werden muss. Nur so ist gewährleistet, dass er nicht einstürzt, wenn im Winter ein Meter Schnee auf dem Hallendach liegt.

Die Träger, die das Pausenvordach stützen sollten, sind durchgerostet. Nun ist der Unterstand gesperrt und gesichert.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.08.2008, 09:12 Uhr

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