Es wuchert

Nach dem endlos scheinenden Winter können wir die geheizten Museen verlassen und uns ins Grüne wagen. Drei Orte, deren Besuch sich lohnt.

Endlich! Frühling! Nichts wie raus und im botanischen Garten spaziert!

Endlich! Frühling! Nichts wie raus und im botanischen Garten spaziert! Bild: Doris Fanconi

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Holziges in der Sukkulentensammlung
Alle Kakteen sind Sukkulenten. Nicht alle Sukkulenten sind Kakteen. Die Sukkulenz beschreibt die Fähigkeit einer Pflanze, Wasser zu speichern. Diese rudimentäre botanische Einführung war nötig, damit Sie beim Besuch des neu eröffneten Holzsukkulentenhauses nicht die Kakteen vermissen. Statt dieser sind nämlich um die 200 Stammsukkulenten in angenehmer Temperatur zu bestaunen. Alles Topfpflanzen, notabene. Die Besucher werden durch die Infotafeln über die Exponate aufgeklärt und dazu animiert, vielleicht auch mal privat ihren grünen Daumen zu testen. Wies richtig geht, beobachtet man bei einem der sechs angestellten Gärtner. Neu kann ihnen nämlich bei der Arbeit über die Schulter geguckt werden. Und wen es dann gepackt haben sollte, der kann sich Samen und Pflanzerde gleich vor Ort besorgen. Mythenquai 88. www.stadt-zuerich.ch/sukkulenten

Essbares im Wildnispark Sihlwald
Es ist nicht weiter schlimm, eine Weisstanne mit einer Eibe zu verwechseln. Ausser natürlich, man will einen Tee aus den Nadeln der Ersteren zubereiten und erwischt stattdessen jene der Letzteren. Die Einnahme des vermeintlich wohltuenden Getränks wäre ziemlich unangenehm. Auf weitere solche Beispiele weist der Kurs im Wildnispark Sihlwald hin und lädt zu einem ausgedehnten Spaziergang im Gelände ein. Zwei Experten klären die Teilnehmer über essbare Wildpflanzen auf und unterrichten in deren fachgemässer Verwendung. So erfährt man zum Beispiel, wie man aus Brennnesseln ein Seil macht. Am Mittagsfeuer probiert man dann einfache Gerichte aus und bereitet Tee zu. Mitzunehmen sind Sackmesser, ein Behälter für Sammelgut und gute Bekleidung. Denn nicht vergessen: wo Grün, da auch Zecken. Der Kurs diesen Samstag dürfte wohl ausgebucht sein; in jenem vom 4. Mai hingegen könnte man noch einen Platz ergattern.
Langnau am Albis. www.wildnispark.ch

Festliches im Botanischen Garten
Richtig, die Tropenhäuser werden erst Anfang Juni wieder für das Publikum geöffnet. Ein Besuch im botanischen Garten lohnt sich aber trotzdem. Erst recht diesen Sonntag, wenn das Frühlingsfest steigt. Da heisst es für die Familie dann nicht nur profan im Park lustwandeln, sondern auch Vorträge, Führungen und Verkaufsstände besuchen. Und während die Grossen eine fleischfressende Pflanze erwerben, mehr über die Neunkräutersuppe lernen und einen Besuch am Imkerstand einlegen, vergnügen sich die Kleinen anderweitig. Die dürfen nämlich Brennnesseln eintopfen, Blüten malen, Büchsen schiessen und sich ihre Gesichter schminken lassen. Von 13 bis 16 Uhr sind auch die Türen der Forschungsinstitute geöffnet. Dort erfährt man unter anderem Genaueres über die Forschung in den nicht öffentlichen Gewächshäusern. Zollikerstr. 107. www.bg.uzh.ch (Zueritipp)

Erstellt: 24.04.2013, 15:39 Uhr

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