Konjunktur

Forscher halbieren Wachstumsprognose für deutsche Wirtschaft

Berlin Die Eurokrise dämpft die deutsche Konjunktur stärker als bisher erwartet und bremst auch die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt.

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Zu diesem Schluss kommen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten.

«Daher wird die konjunkturelle Expansion vorerst schwach bleiben und erst im Verlauf des kommenden Jahres wieder leicht anziehen», erklären die Institute in ihrem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Gutachten.

Die Ökonomen prognostizieren ein Wirtschaftswachstum von 0,8 Prozent in diesem und 1,0 Prozent im nächsten Jahr. Im Frühjahr waren die Institute noch von einem Plus von 0,9 Prozent 2012 und 2,0 Prozent 2013 ausgegangen.

Neben der sich eintrübenden Weltkonjunktur habe die andauernde Unsicherheit über die Zukunft des Euroraums den Geschäftserwartungen der Unternehmen zugesetzt, schreiben die Wirtschaftsforscher. Dies habe sich ungünstig auf deren Investitionen niedergeschlagen.

Die Arbeitslosenzahl soll vor diesem Hintergrund laut Gutachten leicht steigen: auf 2,903 Millionen im nächsten Jahr von 2,892 Millionen in diesem.

Kritisch beurteilen die Institute die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, massiv Staatsanleihen von Krisenländern zu kaufen. «Damit steigt die Inflationsgefahr», heisst es im Gutachten. Auch werde eine stark restriktive Finanzpolitik die Nachfrage in den USA im kommenden Jahr dämpfen. In China dagegen sieht man ein Anziehen des Wachstums dank einer expansiven Konjunkturpolitik.

Erstellt: 11.10.2012, 11:58 Uhr

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