Hochansteckende Pferdekrankheit bedroht Ponys

Die Hälfte aller Tiere in einem Oberländer Ponyhof an der Druse erkrankt: Diese Krankheit ist nicht nur extrem ansteckend, sie gefährdet nun auch die Existenz der Betreiberfamilie des Stalles.

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Auf einen Ponyhof im Zürcher Oberland ist die hochansteckende Pferdekrankheit Druse ausgebrochen. Wie Betriebsleiterin Jaqueline Weber einen Bericht von Tele Züri bestätigt, sind gegenwärtig 13 von 26 Tieren erkrankt.

«Die Druse ist häufig nicht schön anzusehen», sagt der stellvertretende Kantonstierarzt Peter Rüsch gegenüber Tagseanzeiger.ch. «Die Tiere haben Fieber, eitrigen Nasenausfluss und husten. Ausserdem können sich die Lymphknoten entzünden und nach aussen aufbrechen.» Die Krankheit wird vom Veterinäramt des Kantons Zürich als Erkrankung eingestuft, die leicht von Tier zu Tier übertragen werden kann. Sie verbreitet sich unter anderem über die Luft. «Doch für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich», sagt Rüsch. Allerdings könne sie durch den Menschen bei mangelhafter Hygiene von einem Pferd zum anderen übertragen werden.

Rüsch erläutert weiter, dass die Krankheit nicht als Tierseuche gemäss Tierseuchenverordnung behandelt wird. Deshalb interveniert der Staat auch nicht, wenn die Druse ausnahmsweise in einem Bestand ausbricht.

Extrem anstecken, aber keine Seuche

Beatrix Weber, die zusammen mit ihrer Tochter Jaqueline den Lärchenhof in Hittnau betreibt, sorgt sich nicht nur um ihre Ponys, sondern auch um die Zukunft ihres Stalles. «Durch die Druse fallen bis Ende September alle Reitstunden aus. Und das ist gleichbedeutend mit dem Ausfall unseres Einkommens», sagt Weber. Wie lange es dauert, bis alle Ponys wieder gesund sind, lässt sich zurzeit nicht abschätzen: Vom Moment der Ansteckung kann es zwei Wochen dauern, bis die Krankheit ausbricht. Deshalb wissen die Webers nicht, ob noch weitere Tiere angesteckt werden.

Existenz bedroht

Während die Einkünfte des Reitstalles ausbleiben, werden die Ausgaben aber nicht weniger, sondern mehr: Die Rechnungen des Tierarztes belasten das Budget der Familie zusätzlich. Nun hoffen sie auf das Wohlwollen des Vermieters und der Eltern der Reitschüler.

Erstellt: 19.08.2008, 12:21 Uhr

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