IWF-Tagung

Hochkarätige Schweizer Delegation an IWF-Tagung in Japan

Die Schweiz ist an der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank mit einer hochkarätigen Delegation vertreten: Nebst Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf werden auch Wirtschaftsminister Johann Schneider- Ammann und Nationalbank-Präsident Thomas Jordan vor Ort sein.

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Eines der Hauptanliegen der Schweizer Delegation ist ihr ständige Sitz im Internationalen Währungs- und Finanzausschuss (IMFC). Die Revision der Stimmrechte im IWF hat Verschiebungen zugunsten der Schwellenländer zufolge. Die Schweiz unterstützt dies grundsätzlich, setzt sich allerdings dafür ein, dass Zahler von hohen Beiträgen an den IWF sowie Länder mit einem namhaften Finanzplatz ebenfalls mehr Gewicht erhalten.

Ausserdem wolle die Schweiz ihr Knowhow zur Lage der Weltwirtschaft insbesondere zur Finanz- und Schuldenkrise sowie zur Mittelausstattung des IWF einbringen, hiess es am Donnerstag beim Staatsekretariat für internationale Finanzfragen .

Bilaterale Gespräche geführt

Am Rande der Versammlung nutzen die Schweizer Bundesräte die Gelegenheit für bilaterale Treffen und Besuche auf Ministerebene. Unter anderem wird Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf den japanischen Ministerpräsidenten Yoshihiko Noda zu einem Meinungsaustausch treffen.

Bereits am Donnerstag hat Wirtschaftsminister Bundesrat Johann Schneider-Ammann mit Yukio Edano, dem japanischen Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, sowie mit Landwirtschaftsminister Akira Gunji Gespräche geführt.

Mit Edano etwa tauschte sich Schneider-Ammann über den Stand der Doha-Runde bei der Welthandelsorganisation (WTO) aus, wie das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement am Donnerstag mitteilte. Die zwei Minister hätten weiter die wirtschaftlichen Auswirkungen der energiepolitischen Entscheidungen in beiden Ländern diskutiert.

Japan ist der zweitwichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien. Der wirtschaftliche Austausch zwischen der Schweiz und Japan belief sich im Jahr 2011 auf insgesamt 10,8 Milliarden Franken, was einem Anstieg um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Seit 2009 besteht ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Japan.

Erstellt: 11.10.2012, 15:56 Uhr

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