Jaulende Frequenzen

Mit bassgewaltiger Hexenmusik haben die beiden Engländer von Demdike Stare Kultstatus erreicht.

Zwei wetterfeste Engländer sorgen für elektronisches Schaudern.

Zwei wetterfeste Engländer sorgen für elektronisches Schaudern.

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Kennen Sie das Gemälde «Die drei Hexen» von Johann Heinrich Füssli? Es war vor ein paar Jahren im Kunsthaus ausgestellt. Darauf sind drei weiss gewandete Frauen rüstigen Alters zu sehen. Bedrohlich, mit angewinkelten Zeigefingern stehen sie da. Die Engländer Sean Canty und Miles Whittaker beschwören eine ähnliche Stimmung mit ihrem Projekt Demdike Stare. Inspiriert sind diese Sounds von jener Hexe, die im ausklingenden Mittelalter in Lancashire ihr Unwesen getrieben haben soll. Das solle wie der Starrblick einer bösen Hexe klingen, darum Demdike Stare: Da jaulen dann die Frequenzen und Bässe, und schickt das Duo auch mal eine Salve gleissender Synthiestrahlen aus den Boxen. Nur um Platz zu machen für Beats, die wie aus den Fugen geratene Mähdrescher dahin grätschen. Was die Herren Canty und Whittaker als Idee für einen Film begonnen haben, ist heute ein überaus erfolgreiches Soundunternehmen: eins, das auf dem exzellenten englischen Label Modern Love in nur drei Jahren eine Handvoll Alben abgeworfen hat. In welche Schublade soll man dieses elektronische Schaudern bloss einordnen? Irgendwo zwischen B-Movie-Horrorsoundtrack, Ambient und Techno.

Eintritt 25 Franken

DEMDIKE STARE - FOREST OF EVIL (DAWN):

(Zueritipp)

Erstellt: 29.02.2012, 14:10 Uhr

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