Kanton will sich mit der Bergstrasse-Sanierung sputen

Das kantonale Tiefbauamt wird die Bauzeit der Richterswiler Bergstrasse verkürzen. Dies, nachdem die lokale FDP aus Protest eine Unterschriftensammlung angekündigt hatte.

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Die Sanierung der Bergstrasse zwischen Zuger- und Speerstrasse stellt die Geduld von Autofahrern und Anwohnern auf die Probe. Die offizielle Bauzeit für die Erstellung des Kreisels, Werkleitungserneuerungen und Belagsarbeiten soll sich bis in den Herbst 2009 ersterecken. Nach Meinung der Richterwiler FDP ist diese lange Zeit nicht tolerierbar. Sie hat deshalb angekündigt, eine Unterschriftensammlung zu starten mit dem Ziel, eine Verkürzung der Bauzeit zu erwirken.

Verkürzung und Verstärkung

«Das kantonale Tiefbauamt hat erkannt, dass die Bauzeit zu lang ist», sagt Dominik Bonderer, Leiter Kommunikation und Mediensprecher der Baudirektion auf Anfrage des TA. Wie die neue Planung aussehen wird, soll Gegenstand von Gesprächen mit dem verantwortlichen Bauunternehmen werden. «Um die Arbeiten zu intensivieren, strebt der Kanton eine Verstärkung der Bauarbeitergruppe an.»

«Das tönt fantastisch», sagt Hans-Jörg Huber (FDP) zur Stellungsnahme des Kantons. «Ob sowieso etwas passiert wäre oder ob wir schon etwas erwirkt haben, ist schwierig zu sagen.»

Die Bemühungen des Kantons sind auch ganz im Sinne der Gemeinde. «Das ist natürlich sehr gut», sagt Gemeinderat Jürg Trachsel (SVP), Ressortvorsteher Tiefbau. Die Gemeinde ist unabhängig vom Kanton ebenfalls zum Schluss gekommen, dass man sich der Baustellenproblematik annehmen muss.

Mit den Verantwortlichen der Gemeinde hat die FDP schon Gespräche geführt. Dabei wurden verbesserte Umleitungen thematisiert. «Für die Bewohner entsteht durch die Bauarbeiten klar eine Mehrbelastung», so Trachsel.

Aber nicht nur die lange Bauzeit und die damit zusammenhängende Verkehrbelastung stellt für Trachsel ein Problem dar. «Wenn der Blatttunnel in Wollerau gesperrt ist, wird es zusätzlich in der Nacht zu zusätzlichen Lärmemissionen durch den Durchgangsverkehr aus Schwyz kommen».

Erste Unterschriften schon da

Zwischen September und November führen nachts Sanierungsarbeiten am A3-Tunnel zu einer einstreifigen Verkehrsführung. In der Nacht vom 3. auf den 4. September war der Tunnel gesperrt.

Bei der FDP überlegt man nun, was zu tun ist. «Wir müssen abklären, ob unsere Ziele schon erreicht sind», sagt FDP-Mann Huber. Die Ankündigung hat bereits gewirkt: Die ersten Unterschriften sind eingegangen. Jetzt werde die Sammlung natürlich unterbrochen, so Huber. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.09.2008, 20:50 Uhr

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