Last minute für den Gaumen

Was taugt das Portal für Restaurantbuchungen, das es seit diesem Sommer in Zürich gibt?

Wenn es nach David de Brito geht, bieten bald auch günstigere Lokale Katzentische an.

Wenn es nach David de Brito geht, bieten bald auch günstigere Lokale Katzentische an.

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Das Prinzip von Katzentisch ist einfach: Die Kunden entschliessen sich kurzfristig für ein Abendessen in einem Zürcher Lokal, das an diesem Tag noch freie Tische hat, und erhalten als Belohnung für die Flexibilität eine VIP-Behandlung. Diese kann von zwei Cüpli bis hin zum Fahrdienst mit einem Maserati reichen. Katzentisch-Geschäftsführer David de Brito will aber nicht, dass sein Portal einfach eine Schnäppchenbörse ist, sondern sieht in ihm auch einen Gastroführer. Doch braucht die Stadt neben Restaurantblogs, «Gault Millau», «Guide Michelin» und «Zürich geht aus» noch eine weitere Instanz? «Natürlich», sagt De Brito – und wir sind geneigt, ihm zuzustimmen. Das beim Start vor ein paar Monaten noch magere Portfolio kann sich inzwischen wirklich sehen lassen und beinhaltet fast 30 Adressen. Sie sind sorgfältig ausgesucht: Coco, Da Angela, Bürgli, Au-Gust, Maison Manesse oder Florhof, um nur einige zu nennen. Enttäuschungen sind so fast ausgeschlossen. Ausser dann, wenn es um des Zürchers liebste Gastronomie­variante geht: das Pop-up. Das im Newsletter von Katzentisch als «Highlight für alle, die in einer einzigartigen Location etwas Neues erleben wollen» gelobte Cocoon im Seefeld erfüllte unsere Erwartungen nicht. Es bietet zwar tatsächlich eine sehr spektakuläre Location, kann kulinarisch den anderen Katzentisch-Partnern oder den Pop-up-Projekten des Zürcher Spezialisten Vale Fritz ­jedoch nicht das Wasser reichen. Luft nach oben hat Katzentisch.ch bei der Bandbreite der Restaurants: Das gehobene Preissegment dominiert. «Wir arbeiten daran, dieses Manko möglichst bald zu beheben, und würden uns zum Beispiel über eine Kooperation mit dem Volkshaus sehr freuen. Auch bei hippen Adressen wollen wir jedoch nicht darüber hinwegsehen, wenn der Service nicht stimmt. Das ist in Zürich ja bisweilen ein Problem», sagt de Brito. Ein weiteres Ziel, das er anstrebt, ist die ?Lockerung der Buchungsbedingungen: «Neben Menüs zum Fixpreis soll man sich bald einfach einen Tisch mit Benefit, aber ohne Mindest­konsumation sichern können. Zudem wollen wir Dreier- und Vierergruppen Optionen fürs Abendessen offerieren. Derzeit ist ein Katzentisch ja generell noch ein Zweiertisch.» Verbessern könne sich sein Portal ausserdem mit One-Click-Payment und einem breiteren Zeitrahmen für die gebuchten Restaurantbesuche, so De Brito.

Abonnenten des Newsletters erhalten täglich ein Mail mit verfügbaren Arrangements www.katzentisch.ch (Zueritipp)

Erstellt: 28.10.2015, 15:50 Uhr

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