Limmattal: «Die schönen Wohngegenden liegen oft etwas versteckt»

Das Limmattal boomt. Eine Zersiedelung fürchtet der Standortförderer dennoch nicht. Man gehe sparsam mit den Landreserven um.

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Das Limmattal wird von Aussenstehenden mehr als Verkehrsachse denn als potenzieller Wohnort wahrgenommen. Was entgegnen Sie?
Wer hier wohnt, weiss den Standort zu schätzen. Das zeigt eine Online-Umfrage, die wir unlängst durchgeführt haben. Die Gründe liegen auf der Hand: Das Limmattal hat eine Vielzahl bezaubernder Wohngegenden zu bieten. Nicht selten liegen diese etwas versteckt und werden nicht auf den ersten Blick wahrgenommen. Auch sonst hat das Tal alles, was es braucht: Wer gute Verkehrsanschlüsse schätzt, ist in Dietikon oder Schlieren am richtigen Ort. Wer Ruhe, Natur und Aussicht möchte, wird in den Gemeinden rechts der Limmat fündig.

Zwischen Schlieren und Spreitenbach stehen Dutzende Baukräne - das Limmattal boomt. Besteht nicht das Risiko einer Zersiedelung? Und dass das Limmattal darum an Attraktivität verliert?
Nein, im Gegenteil. Mit den noch vorhandenen Landreserven wird sparsam umgegangen. Zudem wird so geplant, dass auch Parks und Grünzonen bei der Neubebauung Platz haben wie etwa im Dietiker Niederfeld, wo ein solcher Park mit Unterstützung einer Volksabstimmung realisiert werden kann. Und beim Projekt «Agglomerationspark Limmattal» arbeiten beide Standortkantone daran, schützenswerte Naturgebiete auszugliedern und aktiv zu bewirtschaften.

Ein Ende der Bautätigkeit ist noch nicht in Sicht. Wie sehen die Zukunftsperspektiven aus?
Das Potenzial ist gross. Das statistische Amt des Kantons Zürich rechnet alleine für den Zürcher Teil des Limmattals mit einer Zunahme der Bevölkerung bis 2030 um sieben Prozent. Deshalb ist es wichtig, dass die Stadtbahn verwirklicht werden kann. Denn die Bevölkerungszunahme bringt eine entsprechende Verkehrszunahme und diese soll möglichst durch den öffentlichen Verkehr abgefangen werden. Dazu genügen die bestehenden S-Bahn- und Buslinien nicht. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.10.2009, 10:58 Uhr

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