Mit Bussen und mehr Parkplätzen gegen Verkehrschaos

Seegräben wappnet sich gegen die nächste Autolawine. Der Jucker-Hof bietet am zweiten Kürbis-Wochenende neue Parkplätze, die Gemeinde wird konsequent Bussen verteilen.

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Für den Seegräbner Gemeindepräsidenten Pierre Derron (FDP) ist klar: «Ein Chaos wie am vergangenen Wochenende darf es hier nicht mehr geben.» Zum Auftakt der Kürbisausstellung auf dem Hof von Jucker Farmart strömten Tausende in das idyllisch am Pfäffikersee gelegene Dörfchen. Wegen des überfüllten Gemeindeparkplatzes stellten die Besucher ihre Autos ab, wo es ihnen gerade passte. Im Dorf brodelt es seither, und Derron betont: «Eine solch wilde Parkiererei will ich nicht mehr.»

Zusätzliche Parkplätze stehen bereit

Der Seegräbner Gemeinderat ist zusammen mit Martin Jucker von Jucker Farmart, dem Pfäffiker Gemeinderat und der Kantonspolizei über die Bücher gegangen. Das Resultat ist ein überarbeitetes Verkehrs- und Parkplatzkonzept. Konkret stehen den Besuchern deutlich mehr Parkplätze zur Verfügung. Zusätzlich zu den 110 kostenpflichtigen Parkfeldern auf dem erweiterten Gemeindeparkplatz bietet Jucker 150 Gratisabstellplätze auf der Wiese vor dem Feuerwehrdepot im Pfäffiker Industriegebiet Schanz. Von dort bringt ein kostenloser Shuttlebus das Volk zum Kürbishof. Der Bus bietet an der Pfäffiker Haltestelle Im Spitz Anschluss an die Buslinie 830 (Uster–Pfäffikon). Weitere 200 Gratisabstellplätze stellt Jucker auf einer Wiese an der Waldschulhausstrasse zwischen Seegräben und Aathal, dem sogenannten Waldfestparkplatz, zur Verfügung. Er mietet die ausserhalb der Pfäffikersee-Schutzzone liegende Wiese von einem privaten Landbesitzer.

Zahlreiche zusätzliche Wegweiser entlang der Hauptverkehrsachsen und Hinweisschilder sollen den Anreisenden die Parkplatzsuche erleichtern. Sollten alle zur Verfügung stehenden Parkplätze besetzt sein, würde die Gemeinde grossräumig darauf hinweisen, erklärt Gemeindepräsident Derron. Informationen über die aktuelle Parkplatzsituationen werden auch auf Juckers Homepage (www.juckerfarmart.ch) aufgeschaltet. Jucker wie Derron empfehlen den Besuchern dringend, zu Fuss, mit dem Velo oder mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. Anders als am vergangenen Wochenende «werden Falschparkierer konsequent gebüsst», versichert Derron. Dazu werde der Verkehrs- und Sicherheitsdienst personell verstärkt.

Langfristige Lösung wird gesucht

«Jetzt sind wir gewappnet», ist Martin Jucker überzeugt. Zumal ein Spätsommerwochenende mit hohen Temperaturen bevorstehe. «Da kommen 30 Prozent weniger Gäste zu uns. Viele gehen lieber noch einmal baden.» Pierre Derron hofft derweil, dass die Badelustigen nicht ausgerechnet in die Badi Seegräben pilgern und sich der Aufmarsch um die beliebte Hochzeitskirche in Grenzen hält. Auch der Gemeindepräsident ist aber überzeugt, dass «die Zahl der Parkplätze nun ausreicht und unser Konzept die Situation beruhigt».

Nur: Ob das Konzept Bestand hat, muss sich erst noch weisen. So hat die Pfäffiker Baukommission den Parkplatz vor dem Feuerwehrdepot nur für dieses Wochenende bewilligt. Über eine provisorische Bewilligung bis Ende Oktober werden die Pfäffiker Behörden erst am Montag befinden. Martin Juckers Ziel ist klar: «Wir sind bestrebt, eine langfristige Parkplatz-Lösung zu finden.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 29.08.2008, 08:32 Uhr

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