Pech gehabt

Das urchige Riegelhaus ist ein schöner Ort für eine Landbeiz. Doch am Essen haperts.

Das Tatar-Konzept passt, der Rest leider nicht.

Das Tatar-Konzept passt, der Rest leider nicht. Bild: Thomas Burla

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Wir mögen die alte Schule der Gastronomie und dachten darum, es könnte eine gute Idee sein, dem Spycher in Mettmenstetten einen Besuch abzustatten. Immerhin gibts dort einen schön altmodischen ?Wagen, auf dem das Beefsteak Tatar vor den Augen der Gäste frisch zubereitet wird. Da man bei diesem Klassiker nicht viel falsch machen kann, wollten wir der Küche noch mit ein paar anderen Gerichten auf den Zahn fühlen. Das war leider eine schlechte Idee.

Der gemischte Salat (11.50 Fr.) – er trägt hier den Namen «drunger u drüber aus dem Garten» – war ein beliebiges Durcheinander, vom Chicoréeschiffchen bis zum Mais aus der Konservendose. Angemacht war er immerhin mit einem anständigen French Dressing. Geschmacklich ganz manierlich fanden wir das Wein­süppchen (12.50 Fr.). Nur hätten wir es schaumig und leicht statt dick wie eine Rahmsauce gewünscht.

Die Hauptgänge – sie schlugen beide mit stolzen ?44.50 Franken zu Buche – strapazierten unsere Toleranz dann zu sehr. Warum besteht die Rösti zum unschön zersäbelten, aber sonst recht anständigen Stroganoff nur aus öligen Kartoffelfetzen, die vielleicht irgendwann einmal knusprig waren? Warum ist das Hirsch-Entrecôte so durchgebraten, dass es innen fast grau statt rosa ist? Und warum erinnern uns die in viel zu viel Fett angebratenen Spätzli dermassen an die Dinger aus dem Supermarkt? Ein wenig versöhnlich stimmte uns die Weinkarte, auf der ausschliesslich Schweizer Gewächse stehen, etwa ein erfrischender Heida Grand Métral (6.80 Fr./dl) und Chandra Kurts Humagne Rouge (6.90 Fr./dl).

Vorspeisen 7–16.50 Franken, Hauptspeisen 22–53.50 Franken (Zueritipp)

Erstellt: 28.10.2015, 15:57 Uhr

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