Platzprobleme zwingen Bülacher Sternwarte zum Handeln

Die Sternwarte Bülach soll ausgebaut werden. Die Trägerschaft bemüht sich dazu um Unterstützung durch die Unterländer Gemeinden.

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Die Sternwarte Bülach ist das Opfer ihres eigenen Erfolgs. Immer mehr Leute wollen unter fachkundiger Anleitung ins All schauen, doch die Platzverhältnisse sind begrenzt. Zu Problemen führt der Besucherandrang bei aussergewöhnlichen Ereignissen, wenn etwa - wie am kommenden Samstag wieder - eine Mondfinsternis beobachtet werden kann. Bei solchen Anlässen erweisen sich die Räumlichkeiten als «unpraktisch und ungenügend», wie die Stiftung Schul- und Volksschulwarte Bülach in einem Schreiben an die Unterländer Gemeinden festhielt. Diese wurden angefragt, ob sie an den Ausbau des Observatoriums einen Beitrag leisten. Freienstein-Teufen hat bereits zugesagt und bezahlt 5000 Franken ans Projekt, wie aus dem aktuellen Verhandlungsbericht des Gemeinderates hervorgeht. Und auch die Nachbargemeinde Rorbas unterstützt den Ausbau mit einem Beitrag von 2 Franken pro Einwohner, verteilt auf vier Jahre.

Andere Gemeinden haben noch kein Geld gesprochen. Sie wollten vorgängig von der Stadt Bülach als Standortgemeinde der Sternwarte wissen, wie sie zum Projekt stehe. Der Stadtrat wird aber erst nach der Gemeindepräsidentenkonferenz am 10. September entscheiden, sagt Roger Suter von der Stadtverwaltung. An jener Versammlung stelle ein Vertreter der Sternwarte das Ausbauprojekt vor und beantworte die noch offenen Fragen.

Am 22. September feiern die Astronomen das 25-jährige Bestehen der Bülacher Sternwarte. Noch hält sich die Stiftung als finanzielle Trägerschaft bedeckt, was die Details zum Projekt betrifft. Stiftungsratspräsident Gerold Hildebrandt: «Wir wollen bauen, möchten aber zuerst schauen, wie viel Geld wir beschaffen können.»

In Zukunft rollstuhlgängig

Bekannt ist, dass die Platzprobleme der Sternwarte durch den Anbau einer Garderobe mit WC-Anlage, eines Büros sowie einer Cafeteria gelöst werden sollen. Zudem soll das Gebäude rollstuhlgängig gemacht werden. Vorgesehen sind auch ein Behinderten-WC und ein Lift. Die Sternwarte Bülach verfügt heute über das zweitgrösste öffentliche Teleskop der Schweiz und weitere Beobachtungsinstrumente. Bei diesen steht eine gründliche Revision und Modernisierung an. Hier soll der Finanzbedarf rund 100'000 Franken betragen.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.08.2008, 06:52 Uhr

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