Rettung mit Humor

Minimalistisches Musiktheater: die Geschichten der Akkordeonistin Wendy McNeill.

Trost wie im Märchen: Wendy McNeill.

Trost wie im Märchen: Wendy McNeill.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Den Song «In bocca al lupo» widmet Wendy McNeill nicht nur ihrem Hauptinstrument, dem Akkordeon, sie macht es gleich zum Icherzähler. Über weh­mütigen Gypsy-Klängen berichtet das Prunkstück eines sizilianischen Akkordeonbauers von dessen abenteuerlichem Leben und Tod. Es ist ein für McNeill typischer Erzählkniff: Die Singer-Songwriterin mag ungewöhnliche Szenarien, Fabeln sind ihr ebenso Inspiration wie vergilbte Buchseiten oder zufällige Begegnungen.

Auch auf dem sechsten Album, «One Colour More», nehmen ihre Geschichten oft düstere, tragische Wendungen. Doch die zierliche Kanadierin, die seit sieben Jahren in Stockholm lebt, begegnet dem mit Humor und märchenhaftem Trost. Ihre Konzerte werden daher zu musikalischen Reisen durch Folk und Chanson, durch menschliche Höhen und Tiefen, aber auch zu unterhaltsamen Schauspielen. Wendy McNeill braucht dazu wenig: ihren langjährigen Begleiter Erik Nilsson am Schlagzeug, Gesang, Fabulierlust, Gitarre und natürlich das Akkordeon. Jenes sizilianische Unikat kommt im Song zur Feststellung, dass «auch das beste Akkordeon einen unglücklichen Mann nicht retten kann». Eine kanadische Tastenspielerin hingegen ist dazu alleweil fähig.

(Zueritipp)

Erstellt: 25.02.2015, 15:54 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Kommentare

Blogs

Sweet Home Best of Homestory: Ein Mann, ein Hund, ein Haus

Tingler Für immer Madge

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Kampf gegen Rassismus: Ein Demonstrant protestiert gegen die Kundgebung «Liberty of Death», eine Versammlung von Rechtskonservativen vor der Seattle City Hall in Seattle, Washington. (18. August 2018)
(Bild: Karen Ducey/AFP/Getty) Mehr...