Automobil

Rosberg entscheidet Qualifying für sich

Nico Rosberg startet aus der Pole-Position zum internen Titelduell in der Formel 1. Der Deutsche setzt sich in Abu Dhabi im Qualifying gegen Lewis Hamilton durch.

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Rosberg nimmt am Sonntag bereits zum elften Mal in der zu Ende gehenden Saison einen Grand Prix vom besten Startplatz unter die Räder und hat damit sein Bestes getan, um zumindest als Gewinner abgewinkt zu werden. Der Sieg allein würde dem Deutschen allerdings nicht genügen, um Weltmeister zu werden. Im Siegfall dürfte Hamilton, der das WM-Klassement mit 17 Punkten Vorsprung anführt, nicht besser denn als Dritter klassiert sein.

Bei Sauber entschied Adrian Sutil das letzte interne Duell gegen Esteban Gutierrez vor dem von der Teamleitung bestimmten Wegzug der beiden für sich. Der Deutsche und der Mexikaner werden im Klassement des Qualifyings in den Rängen 15 und 17 geführt, stossen in der Startaufstellung nach Rückversetzungen aber vor. Sutil zählt zu den Profiteuren der von den Stewards nachträglich ausgesprochenen Disqualifikationen gegen Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel. Dem Australier und dem abtretenden Weltmeister, die auf den Startplätzen 5 und 6 gestanden wären, wurde eine Irregularität an den Frontflügeln zum Verhängnis. Unter Belastung hatten sich die Flaps über die Toleranzgrenze hinaus verbogen. Sutil macht deshalb einen Sprung auf Position 13. Gutierrez macht nach der Verlegung von Romain Grosjean sogar drei Plätze gut.

Grosjean beendete das Qualifying auf Platz 16. Trotzdem wird er am Sonntag in der Startaufstellung ganz hinten stehen. Am Lotus mit dem für Frankreich fahrenden Genfer mussten am Freitag gleich drei Komponenten des Antriebsstrangs getauscht werden. Weil es sich bei sämtlichen Aggregaten um sechste Einheiten handelt, in dieser Saison aber im Maximum fünf eingesetzt werden dürfen, hätte Grosjean eine Rückversetzung um 20 Plätze zu gewärtigen - eine Strafe, die gegen den Romand in Abu Dhabi selbstredend nicht in vollem Umfang ausgesprochen werden konnte. Weil zudem der Rest der Sanktion beim Saisonfinale nicht aufs nächste Rennen übertragen werden kann, wird Grosjean im Grand Prix in Abu Dhabi zusätzlich mit einer Durchfahrtsstrafe belegt.

Abu Dhabi. Grand Prix der Vereinigten Arabischen Emirate. Startaufstellung: 1 Nico Rosberg (De), Mercedes. 2 Lewis Hamilton (Gb), Mercedes. 3 Valtteri Bottas (Fi), Williams-Mercedes. 4 Felipe Massa (Br), Williams-Mercedes. 5 Daniil Kwjat (Russ), Toro Rosso-Renault. 6 Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes. 7 Kimi Räikkönen (Fi), Ferrari. 8 Fernando Alonso (Sp), Ferrari. - Nach dem zweiten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 9 Kevin Magnussen (Dä), McLaren-Mercedes. 10 Jean-Eric Vergne (Fr), Toro Rosso-Renault. 11 Sergio Perez (Mex), Force India-Mercedes. 12 Nico Hülkenberg (De), Force India-Mercedes. 13 Adrian Sutil (De), Sauber-Ferrari. - Nach dem ersten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 14 Esteban Gutierrez (Mex), Sauber-Ferrari. 15 Pastor Maldonado (Ven), Lotus-Renault. 16 Kamui Kobayashi (Jap), Caterham-Renault. 17 Will Stevens (Gb), Caterham-Renault. 18* Romain Grosjean (Fr/Sz), Lotus-Renault. 19** Daniel Ricciardo (Au), Red Bull-Renault. 20** Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault. - * = Rückversetzung (Austausch von Komponenten des Antriebsstrangs/sechste Aggregate/erlaubt sind in dieser Saison fünf/dazu Durchfahrtsstrafe im Rennen). - ** = Disqualifikation/Rückversetzung (irreguläre Frontflügel). - 20 Fahrer im Training.

Erstellt: 22.11.2014, 19:26 Uhr

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