Rümlang fördert Alternativenergie

Das Rümlanger Elektrizitätswerk wird künftig Alternativenergie-Projekte fördern. Andere Gemeinden im Unterland tun sich damit bisher noch schwer.

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«Wer bei uns beispielsweise eine 10 Quadratmeter grosse thermische Solaranlage baut, erhält in Zukunft einen Förderbeitrag von 2700 Franken», erklärt Beat Scheuber, Geschäftsführer des Elektrizitätswerks Rümlang und zugleich Gemeinderat. Der Beitrag an die Anlage teilt sich in einen Grundbetrag von 1200 Franken und 150 Franken pro Kollektoren-Quadratmeter. Auch für weitere energetisch sinnvolle Massnahmen hat das Elektrizitätswerk Beiträge vorgesehen, wie zum Beispiel für den Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung durch eine Wärmepumpe. Anfang Oktober sollen die neuen Subventionsmöglichkeiten den Rümlangern näher vorgestellt werden. Weil das Elektrizitätswerk – eine Genossenschaft – dieses Projekt lanciert, verzichtet die Gemeinde Rümlang gemäss Hochbauvorstand Heinz Lusti auf ein eigenes Förderprojekt. Dies findet Scheuber sinnvoll, denn: «Irgendwann verliert man den Überblick über all die möglichen Subventionsquellen.»

Im Unterland leisten bisher nur wenige Gemeinden Beiträge oder Gebührenreduktionen bei energetischen baulichen Massnahmen. Förderprogramme gibt es in Opfikon, Nürensdorf und Bachenbülach. Regensdorf unterstützt die nachhaltigen Bauherren mit einer Reduktion bei der Baubewilligungsgebühr. Dies hat man bei der Einführung des neuen Gebührenreglements so festgelegt. Dadurch kann die Gebühr bei Minergiebauten mit Zertifikat um 10 bis 70 Prozent gesenkt werden. «Mit diesem Reglement profitieren grosse und kleine Bauherren», erklärt Claudia Berchtold vom Baupolizeiamt in Regensdorf.

Neue Ideen werden verankert

Viele Gemeinden haben noch keine Programme zur Förderung von Alternativenergie und energie-effizientem Bauen aufgelegt. In Stadel etwa sind bei der Revision der Bau- und Zonenordnung die erneuerbaren Energien zwar thematisiert worden. «Zunächst geht es bei uns aber vor allem darum, die Regelungen zu lockern, um Neues zu ermöglichen», sagt Gemeindeschreiber Richard Kälin. «In der Kernzone 1 sind sichtbare Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie verboten.» Der Stadler Ortskern ist nämlich geschützt, und deshalb muss die Dachlandschaft in der jetzigen Form erhalten bleiben. Die für die Revision zuständige Kommission plant nun, Fachleute einzuladen, um weitere Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Erneuerung der Bau- und Zonenordnung auszuloten. Bisher, so Kälin, seien in Stadel ohnehin nur wenige Gesuche für den Einsatz erneuerbarer Energien eingegangen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.09.2008, 22:22 Uhr

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