Schwere See

In Henriette Vásárhelyis Debütroman «Immeer» gehts um den Versuch einer jungen Frau, mit dem Krebstod ihres besten Freundes zurechtzukommen.

Gelungenes Debüt: Henriette Vásárhelyi.

Gelungenes Debüt: Henriette Vásárhelyi.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Nach 190 Seiten hat man die Augen voller Tränen. Es geht ums Sterben in Henriette Vásárhelyis Debütroman: «Immeer» ist der Versuch einer jungen Frau, mit dem Krebstod ihres besten Freundes zurechtzukommen. Eva muss mit der Erinnerung weiterleben. Die Zeitbombe Hirntumor hat sie, die mit Jan an der Ostsee aufgewachsen ist, seit ihrer Kindheit begleitet. Wie Keile schieben sich Momente aus dem Leben mit Jan in Evas Alltag, der keiner mehr werden will: erste Anzeichen seines Verfalls, Drogenerfahrungen – und Heiner, der Dritte im Bunde, den Eva bei der Polizei verpfeift, weil Jan nur noch Augen für ihn hat. Alles beginnt am Meer und endet dort. «Immeer» verstört. Vásárhelyis Sprache ist dicht, teils hochpoetisch, teils entwaffnend direkt. Der Studer/Ganz-Preis 2012 war die Belohnung dafür. (ish)

Eintritt 18 / 12 Franken (tipp)

Erstellt: 04.09.2013, 16:02 Uhr

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

History Reloaded 30 Jahre Winter nach dem Prager Frühling

Michèle & Friends Wenn Spiegel überflüssig werden

Abo

Jetzt von 20% auf alle Digitalabos profitieren

Mit dem Gutscheincode DIGITAL20 erhalten Sie 20% Rabatt auf alle nicht-rabattierten Digitalabos.
Jetzt einlösen!

Die Welt in Bildern

Kunstsprung: Ein Dompteur springt auf der Krim ins Wasser, während zwei Elefanten eines lokalen Zirkusses ein Bad im Meer nehmen. (20.August 2018)
(Bild: Pavel Rebrov) Mehr...