Seriös?

Die Zürcher Musikplattform Badabum wird zehn. Zum Geburtstag zündet die finnische Wunderkerze Jimi Tenor.

Soundforscher zwischen Klassik und Improvisation: Jimi Tenor.

Soundforscher zwischen Klassik und Improvisation: Jimi Tenor.

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Es gab eine Zeit in den Neunzigerjahren, da war Jimi Tenor in den Feuilletons schier allgegenwärtig. Denn im Unterschied zu den gesichtslosen Protagonisten des Techno bot Tenor den Journalisten Anschauliches, sprich: Schreibstoff von schräger Possierlichkeit.

Als Paradiesvogel mit Andy-Warhol-Schopf war der Finne auf dem Planeten Pop gelandet. Ein jazziger Quertreiber, der einem Wirrwarr von Gerätschaften und Instrumenten abenteuerlich-süffige Sounds entlockte. Ideen von Musikern wie Barry White oder Henri «Pink Panther» Mancini verwob er mit der kruden Experimentierlust des finnischen Sähko-Labels.

Und neulich? Hat sich Tenor mit seiner Satie-Reinterpretation für das Klassik-Label Deutsche Grammophon oder seiner Kollaboration mit Afro-Trommelkönig Tony Allen ins seriöse Terrain verabschiedet? Vielleicht geht es ihm heute tatsächlich weniger um die Show. Allein: Der Mann ist einfach nie stehen geblieben, hat sich Platte um Platte neu erfunden. Von einer «fantastischen Reise ins Ungewisse» spricht nun nicht ganz zu Unrecht die Zürcher Badabum-Plattform, die Tenor hierhergelotst hat. Ein veritabler Trip sei das, zu dem der Finne gemeinsam mit den Zürchern Bit Tuner und Simon Berz aufbricht. Gebündelt werden deren Klänge von Sounddesigner Andrew Phillips, Visuals gibts von der Filmemacherin Michelle Ettlin.

Eintritt 26 Franken

JIMI TENOR - MIDSUMMER NIGHT:

(Zueritipp)

Erstellt: 29.02.2012, 13:56 Uhr

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