Station Illnau startet erst nächstes Jahr

Weil der Stadtrat von Illnau- Effretikon Detailanpassungen am Projekt für die Überbauung Station Illnau verlangte, verzögert sich der für den Herbst vorgesehene Baubeginn.

Sollte eigentlich schon lange bebaut sein: Der Chilbiplatz.

Sollte eigentlich schon lange bebaut sein: Der Chilbiplatz.

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Eigentlich sollte auf der grossen Wiese unterhalb des Bahnhofes Illnau inzwischen gebaut werden. Noch kann der Chilbiplatz aber zum Parkieren genutzt werden. Die grosse Überbauung Station Illnau der Baugenossenschaft Werdmühle lässt noch auf sich warten. Obwohl das Parlament dem Vorhaben, der Genossenschaft das benötigte Grundstück im Baurecht zu überlassen, bereits im Juni zugestimmt hatte segnete der Stadtrat das Bauprojekt erst Anfang September ab. Der Stadtpräsident von Illnau-Effretikon, Martin Graf (Grüne), räumt ein, dass es tatsächlich zu einer Verzögerung gekommen ist. «Gemäss Baurechtsvertrag hatten wir ein Mitspracherecht und mussten das Projekt demnach erst bewilligen», sagt er. Diese Bewilligung habe man aber nicht sofort geben können, weil das Projekt in seiner ursprünglichen Form «gewisse Defizite» enthalten habe. So habe der Stadtrat etwa bei den Grundrissen Verbesserungspotenzial festgestellt. «Es brauchte eine gewisse Zeit, diese Verbesserungen ins Projekt einfliessen zu lassen. Und dann fielen auch noch die Sommerferien in diese Zeit», erklärt Graf. Wie er sagte, seien die zuständigen Architekten über die Einwände des Stadtrats zunächst alles andere als glücklich gewesen. Später hätten sie dann aber eingeräumt, dass sich die Optimierungsarbeiten gelohnt hätten. «Die kleinen Anpassungen brachten in der Tat sehr viel. Es war dem Stadtrat daran gelegen, dass in der Station Illnau keine Wohnungen im unteren Preis entstehen, sondern eben solche im mittleren bis oberen», sagt Graf. Dazu gehöre beispielsweise in einer entsprechend grossen Wohnung eine zweite Nasszelle oder die Möglichkeit, die Waschmaschine nicht nur im Keller, sondern auch auf der Etage zu montieren.

Nur minimale Anpassungen

Der Vizepräsident der Wohngenossenschaft Werdmühle, Martin Kummer, betont, dass nie geplant gewesen sei, in der Station Illnau Wohnungen in einem tieferen Segment anzubieten als zunächst vorgesehen. Die Anpassungen, die man auf Wunsch des Stadtrats gemacht habe, seien minimal gewesen. «Grösse und Anzahl der Wohnungen bleibt gegenüber dem ursprünglichen Projekt gleich, und auch der Ausbaustandard ist unverändert», betont Kummer weiter. Somit werde auch kein anderes Bewohnersegment angesprochen als ursprünglich geplant. Dass man zunächst entschieden habe, die Waschmaschinen im Keller unterzubringen, habe energetische Gründe – die Überbauung werde aber den Minergie-Standard auch in abgeänderter Form erfüllen. Die Verzögerungen, die durch die Anpassungen entstanden sind, seien «überhaupt kein Problem», sagt Kummer. Statt im Herbst dieses Jahres würden die Bauarbeiten nun eben erst im Januar 2009 starten. Bezugsbereit sei die Überbauung dann im Frühling oder Sommer 2010. Die Baugenossenschaft Werdmühle realisiert in Illnau einen langgezogenen, vierstöckigen Gebäudekomplex, der insgesamt gut 60 Wohnungen mit zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmern sowie eine Kinderkrippe enthalten soll. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.10.2008, 22:02 Uhr

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