Thalwiler Architekt will Kultur ins Zentrum bringen

Patrick Bachmann hat ein Projekt für den Güterschuppen der SBB vorgeschlagen. Es geht in eine ähnliche Richtung wie frühere Projekte, legt den Schwerpunkt aber auf Kultur.

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Ein Kino, eine Diskothek, ein Restaurant, Ausstellungen – vieles könnte Platz finden in dem «Kulturschuppen», den der Architekt Patrick Bachmann der Gemeinde und den SBB vorgelegt hat. Der Thalwiler zeigt sich überzeugt: «Kultur gehört ins Zentrum.»

In den letzten Jahren habe sich die Situation in der Gemeinde verändert, sagt Bachmann. Mit dem Sedartis-Forum und dem Kulturraum konzentriere sich das Kulturleben heute auf das Gebiet unterhalb des Bahnhofs. Diesen Umstand will Bachmann nutzen und den Güterschuppen mit farbigen Doppelstegplatten aus Kunststoff zu einem leuchtenden Wahrzeichen der Kultur umbauen.

Für das Park&Rail-Gebiet nördlich des Güterschuppens hat Bachmann eine Tiefgarage mit 180 Parkplätzen und drei Mehrfamilienhäuser mit 36 Wohnungen vorgesehen. Die Wohnungen wären für Senioren und Junge geeignet. 60 Parkplätze würden an die SBB gehen, den Rest teilten sich die Kunden des Gewerbes an der Gotthardstrasse und jene des Kulturzentrums.

Der Vorschlag zielt in eine ähnliche Richtung wie frühere Ideen der SBB und der Gemeinde. Diese konzentrierten sich jedoch darauf, Detailhandel im Güterschuppen anzusiedeln. Das macht für Bachmann wenig Sinn: «Die Pendler kommen ab halb sieben – wenn die Geschäfte schon geschlossen sind. Sie kommen zur rechten Zeit für Kultur.»

Auch die Idee, das Park&Rail-Areal für Parkplätze und Wohnungen zu nutzen, ist nicht neu. Das Projekt ist jedoch sistiert worden, weil es nicht rentiert hätte. Bachmann glaubt indes, dass seine Tiefgarage, die bis unter das Gleis 1 reichte, wirtschaftlich tragbar wäre.

Die Gemeinde reagiert zurückhaltend auf den Vorschlag. Andreas Federer (CVP), Chef der Zentrumsplanung, sagt, er freue sich grundsätzlich über jede Initiative. Er wolle aber vorläufig keine Stellung nehmen, werde Ende September mit den SBB Rücksprache halten.

Vor fünf Jahren hatte sich Bachmann bei seiner Architektur-Diplomarbeit mit der Zentrumsplanung in Thalwil auseinandergesetzt. Der gelernte Hochbauzeichner hat eine Zusatzausbildung als Maurer gemacht und sich dann am Abendtechnikum zum Architekten weitergebildet. Er hat schon mehrere Sanierungen von Ein- und Mehrfamilienhäusern durchgeführt, vor allem in Horgen, Langnau, Küsnacht und Zürich. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.08.2008, 23:11 Uhr

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