Ursula Fehr will in Gemeinderat

Nicole Antener (SVP) tritt aus dem Gemeinderat von Eglisau zurück. Nachfolgerin will Ursula Fehr werden. Sie ist die Ehefrau des SVP-Nationalrats Hans Fehr.

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Nach sieben Jahren im Gemeinderat tritt Nicole Antener (SVP) per Ende Jahr zurück. Grund ist die Geburt ihres zweiten Kindes und der damit verbundene Zeitaufwand. Die 36-jährige Gesundheitsvorsteherin trete aber schweren Herzens zurück, schreibt die SVP in ihrer Medienmitteilung. Und präsentiert zugleich als Nachfolgerin Ursula Fehr, Aktuarin der SVP-Ortspartei und Ehefrau des SVP-Hardliners Hans Fehr. Die ehemalige Lehrerin, Heilpädagogin und Journalistin ist heute nebenamtlich als Richterin am Bezirksgericht in Bülach tätig. Ob sie für die Ersatzwahl nominiert wird, beschliessen die Mitglieder der Ortspartei an ihrer Versammlungen vom 8. September.

Ursula Fehr, 57, wohnt seit 25 Jahren in Eglisau und will sich dafür einsetzen, dass die Bevölkerung im Rheinstädtchen nicht eingeengt wird. Touristen sollen willkommen geheissen, aber auch auf ihre Verantwortung gegenüber der Natur und der lokalen Bevölkerung hingewiesen werden. Ursula Fehr wehrt sich auch gegen das geplante Asylzentrum und will für eine Ortsumfahrung kämpfen. Sie betont, dass sie oft nicht die Meinung ihres Ehemanns teile. Als Lehrerin habe sie einst mit der Juso und der SP zusammengearbeitet. Vor allem in Ausländerfragen habe sie aber mit der Zeit immer mehr die Haltung der SVP vertreten. Mit der Form, wie die SVP diese zuweilen kommuniziere, sei sie aber nicht immer einverstanden.

«Keine stramme SVP-Politikerin»

Auch FDP-Präsident Walter Blösch bezweifelt, dass Ursula Fehr zum Sprachrohr ihres Ehemannes werden könnte. In ihren Kolumnen (sie erscheinen jeweils in dieser TA-Regionalausgabe) habe sie sich ja nie als stramme SVP-Politikerin hervorgetan, so Walter Blösch.

Er geht davon aus, dass die SVP auf ihn zukommen werde, um die Kandidatur Ursula Fehrs zu unterstützen. Er schliesst derzeit aber nicht aus, einen eigenen Kandidaten für die Ersatzwahl aufzustellen. Denn bei der letzten Gemeinderatswahl hat die FDP nur einen von zwei Kandidaten in die Exekutive gebracht.

Auch die neue Partei Fokus Eglisau behält sich eine eigene Kandidatur vor. Gemäss Ko-Präsident Jürg Hugelshofer werde die Partei demnächst darüber beraten. «Aber vielleicht ist es auch noch zu früh für uns.» Spätestens für die Wahlen im Jahr 2010 soll eine Kandidatin oder ein Kandidat aufgebaut werden.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.08.2008, 07:58 Uhr

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