Verein Eisbahn Wädenswil hegt Zukunftspläne auf dünnem Eis

Wird die Anlage im nächsten Jahr auf Eis gelegt? Schon diesen Winter plagen die Organisatoren Probleme: Sie suchen Personal, Platz und Unterstützung von der Stadt.

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In den Wintern zuvor zogen immer so viele Besucher auf der Kunsteisbahn ihre Kurven, dass die Finanzierung gerade gesichert war. «Der Verdienst reichte aus, um die Unkosten zu decken und das Darlehen von der Stadt zurückzuzahlen», sagt Richard von Aesch, Präsident des Vereins Eisbahn Wädenswil.

Der Konstruktion auf dem Seeplatz stehen jetzt Investitionen bevor, die der Verein nicht selbst bezahlen kann. «Wir stossen an unsere Grenzen», sagt Finanzvorstand Beat Knoblauch. Deshalb habe man sich vom Stadtrat Hilfe erhofft und um eine Unterstützung von 150'000 bis 200'000 Franken gebeten. Die Stadt habe den Vorschlag zur Kenntnis genommen und plane für das kommende Jahr Investitionen. Für von Aesch sind Summe und Zeitpunkt aber eine Enttäuschung. Er spricht von 50'000 Franken. Das erstaunt Stadtrat Philipp Kutter (CVP): «Es ist noch nichts beschlossen.» Sobald ein konkretes Projekt vorliege, entscheide die Stadt über eine Unterstützung. «Die Eisbahn ist eine etablierte und attraktive Institution für Wädenswil und geniesst unsere Sympathie.»

Grosse Pläne, grosse Probleme

Der Verein möchte einen Betriebsleiter einstellen und die Eisbahn auswechseln: Die Banden würden die Belastung nicht mehr lange aushalten, und mit einer modernen Bahn spare man erheblich Zeit beim Aufbau. Ein neues Gastro-Konzept mit Containern direkt am Eisfeld entspreche zudem den Wünschen der Besucher und verspreche mehr lukrative Anlässe. Schon im letzten Jahr seien diese unter dem Motto «Ice and Dine» ein voller Erfolg gewesen. Der Saisongewinn könne den finanziellen Aufwand für den GastroBereich decken, sagt von Aesch. Die Kosten fürs Personal, die Container und eine neue Anlage indes nicht.

Für das dringendste Anliegen des Vereins, die Gastro-Container, hat der Stadtrat diese Woche ein zinsloses Darlehen gewährt. Die neue Eisbahn werde im nächsten Jahr zum Thema, sagt Kutter. Die Probleme in Sachen Betrieb und Personal soll der Verein auch künftig selber lösen.

Dazu kommt, dass er einen neuen Lagerplatz fürs Material suchen muss, da der bisherige Platz im Frühling nicht mehr zur Verfügung steht. Zudem fehlen freiwillige Helfer sowie eine Eiskunstlauf-Trainerin. Die Organisatoren müssten deshalb Kurse, die aus der vergangenen Saison noch anstehen, abermals hinauszögern. «Uns steht ein verflixtes achtes Jahr bevor», sagt von Aesch.

Den Problemen zum Trotz hängt der Verein die Schlittschuhe nicht an den Nagel. «Wir wollen es noch einmal versuchen», sagt Knoblauch. «Für das nächste Jahr ist die Anlage aber mehr als nur gefährdet.»

Am 15. November öffnet die Eisbahn möglicherweise zum letzten Mal. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.09.2008, 22:04 Uhr

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