Werkheim-Provisorien werden Pfadihäuser

Gestern transportierten Spezialisten die tonnenschweren Elemente der provisorischen Häuser durch Uster. Es entsteht ein Pfadizentrum mit insgesamt vier Gebäuden.

Millimeterarbeit am Pneukran: Der Spezialist setzt das Gebäude zusammen. Jenes hinten links steht bereits.

Millimeterarbeit am Pneukran: Der Spezialist setzt das Gebäude zusammen. Jenes hinten links steht bereits. Bild: Christoph Kaminski

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Rote Schläuche, silberne Lüftungsrohre, dutzende Bodenheizungskabel: Alles mögliche baumelte aus den Wänden. Ein Haus, in der Mitte auseinander geschnitten. Arbeiter klinkten Metallkarabiner an sechs Aufhängepunkten ein. Kurze Zeit später schwebte der Hausteil in der Luft. Ein riesiger Pneukran hob das 14 Tonnen schwere Element auf einen Tieflader. Es ist eines von acht Teilen, die ein Holzhaus bilden.

Das Werkheim Uster hat zwei doppelstöckige Holzbauten für zwei Jahre von der Pfadi Uster-Greifensee gemietet. Nun ist das Werkheim-Hauptgebäude fertig saniert und umgebaut. «Die Bewohner sind Ende August aus den temporären Häusern zurück in das Hauptgebäude gezogen», sagt Jürg Rothmayr, Präsident der Stiftung Pfadiheime Uster-Greifensee.

Einziehen, wenn's kalt wird

Gestern fand der aufwendige Transport statt. Erst musste man die Häuser allerdings auseinander nehmen. «Es ist wie ein grosses Zusammensetzspiel», sagt Rothmayr. Die Häuser wurden in die Winikerwiesen befördert. Dort entsteht ein Pfadizentrum mit vier Gebäuden. Eines steht bereits seit Monaten und wird genutzt. Bei den beiden gestern transportieren Häusern müssen noch die Veranda fertig erstellt und die Dächer geziegelt werden. Einziehen könne man ab Februar. Das vierte und letzte Haus entsteht im Frühjahr 2011.

Der Preis des Transportunternehmens sei für die Pfadi einiges billiger als normal. «Ich bin froh, gibt es für uns eine Art Sponsoring-Preis», sagt Rothmayr. Die Gesamtkosten des Projektes betragen 5,1 Millionen Franken.

Feingefühl gefragt

Die Module des Hauses sind rund 4,40 Meter breit und wurden von einem Tieflader durch Uster transportiert. Ein Polizeiauto eskortierte den Lastzug zum Zielort. Dort angekommen, hob ein Pneukran den Hausteil an und setzte ihn direkt neben einem anderen ab. Dabei war absolute Präzisionsarbeit gefragt: «Die Kranführer brauchen sehr viel Feingefühl», sagt Rothmayr.

Er zeigt sich äusserst zufrieden: «Bisher läuft alles reibungslos, besser als erwartet», hält er lächelnd fest. «Wir kommen schneller voran, als wir das geplant hatten». Die Hausteile sind schon komplett mit Toiletten, Küchen etc. eingerichtet. «Eigentlich sind sie ab sofort einzugsbereit», sagt Rothmayr.

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Erstellt: 14.09.2010, 20:31 Uhr

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