Zehn neue Waldreservate

Zehn Waldbesitzer bieten dem Kanton Bern Flächen für Reservat an.

Im Waldreservat werden umgestürzte Bäume liegen gelassen.

Im Waldreservat werden umgestürzte Bäume liegen gelassen. Bild: Adrian Moser (Archiv)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Im Kanton Bern sind bislang zehn Waldbesitzer bereit, gegen eine Entschädigung für mindestens 50 Jahre auf eine Bewirtschaftung ihrer Wälder zu verzichten. Die Behörden werten dies als Erfolg und verlängern die Frist für die Einreichung weiterer Angebote bis 15. Mai.

Der Kanton Bern hatte die Ausschreibung für die Einreichung von sogenannten «Totalwaldreservaten» vor rund einem Jahr lanciert, nachdem die Suche nach Reservaten von behördlicher Seite wenig erfolgreich verlaufen war. Deshalb wurde das Verfahren umgekehrt und die Waldbesitzer aufgefordert, Angebote einzureichen.

Dabei müssen die Anbieter angeben, welche Entschädigung sie erwarten. Voraussetzung für eine Offerte ist eine Mindestfläche von 20 Hektaren für eine Vertragsdauer von mindestens 50 Jahren, wie der Kanton Bern am Montag in Erinnerung rief.

Die Zahlungsbereitschaft des Kantons hängt unter anderem vom ökologischen Wert und der Lage der angebotenen Waldfläche ab. Laut Mitteilung wurden im März die ersten Verhandlungen mit Anbietern aufgenommen. Trotzdem wurde die Frist für weitere Eingaben um zwei Wochen bis am 15. Mai verlängert.

Fünf Prozent der Waldfläche

Bis 2030 will der Kanton Bern fünf Prozent der Waldfläche als solche Reservate ausscheiden. Der Bund finanziert die Verträge im Rahmen des Programms Biodiversität mit. «Totalwaldreservate» sind Wälder, in denen komplett auf eine Bewirtschaftung verzichtet wird.

Diese Flächen gelten als wichtige Massnahmen für die biologische Vielfalt. Statt gefällt zu werden, zerfallen die Bäume altersbedingt und bieten so wiederum Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. (sda)

Erstellt: 30.04.2018, 10:38 Uhr

Kommentare

Die Welt in Bildern

Kampf gegen Rassismus: Ein Demonstrant protestiert gegen die Kundgebung «Liberty of Death», eine Versammlung von Rechtskonservativen vor der Seattle City Hall in Seattle, Washington. (18. August 2018)
(Bild: Karen Ducey/AFP/Getty) Mehr...