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«Tatort»-Erfinder ist tot

Der Erfinder der Krimireihe «Tatort», Gunther Witte, ist 82-jährig gestorben.

«Die Musik stirbt zuletzt» ist der 14. und viertletzte Schweizer «Tatort» aus Luzern. Danach wird der Kult-Krimi in Zürich gedreht. Geht das mutige Werk von Regisseur Dani Levy auf? Wir machen den Check.
«Die Musik stirbt zuletzt» ist der 14. und viertletzte Schweizer «Tatort» aus Luzern. Danach wird der Kult-Krimi in Zürich gedreht. Geht das mutige Werk von Regisseur Dani Levy auf? Wir machen den Check.
SRF
Die Story wird zur Nebensache. Der schwerreiche Geschäftsmann Walter Loving (Hans Hollmann) gibt sich gerne als grosszügiger Gutmensch. Hat er eine dunkle Vergangenheit? Auch verkorkste Liebesgeschichten und eine problematische Vater-Sohn-Beziehung nährten den Schweizer «Tatort». Doch leider bleibt der Krimi oft an der Oberfläche und lässt den Zuschauer am Schluss etwas ratlos zurück. Das heisst: Die Handlung wird, wegen der theatralischen Erzählform ziemlich zur Nebensache.
Die Story wird zur Nebensache. Der schwerreiche Geschäftsmann Walter Loving (Hans Hollmann) gibt sich gerne als grosszügiger Gutmensch. Hat er eine dunkle Vergangenheit? Auch verkorkste Liebesgeschichten und eine problematische Vater-Sohn-Beziehung nährten den Schweizer «Tatort». Doch leider bleibt der Krimi oft an der Oberfläche und lässt den Zuschauer am Schluss etwas ratlos zurück. Das heisst: Die Handlung wird, wegen der theatralischen Erzählform ziemlich zur Nebensache.
SRF/ Hugofilm
Der Krimi ist schnell, überzeugt mit starken Bildern und das Experiment des One-Shots funktioniert, wenngleich dadurch manchmal etwas Tiefe in der Handlung verloren geht. Wer jedoch eine klassischen «Tatort» erwartet, der wird enttäuscht. «Die Musik stirbt zuletzt» ist mehr Kunst- und Theaterstück, denn Krimi.
Der Krimi ist schnell, überzeugt mit starken Bildern und das Experiment des One-Shots funktioniert, wenngleich dadurch manchmal etwas Tiefe in der Handlung verloren geht. Wer jedoch eine klassischen «Tatort» erwartet, der wird enttäuscht. «Die Musik stirbt zuletzt» ist mehr Kunst- und Theaterstück, denn Krimi.
Daniel Winkler
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Wie der Westdeutsche Rundfunk am Montag mitteilte, starb der ehemalige Fernsehspielchef des Senders am Donnerstag im Alter von 82 Jahren unerwartet in Berlin. Als Dramaturg in der Fernsehspielabteilung des Kölner ARD-Senders hatte Witte 1969 das Konzept für eine von regionalen Besonderheiten und Ermittlern geprägten Fernsehkrimireihe entworfen.

Ein Jahr später wurde mit «Taxi nach Leipzig» der erste «Tatort» ausgestrahlt. Mit seiner Erfindung habe Witte «das deutsche Fernsehen so nachhaltig geprägt wie kaum ein anderer», erklärte WDR-Intendant Tom Buhrow am Montag. Bis heute sei 20.15 Uhr am Sonntag «Tatort»-Zeit. Was Witte geschaffen habe, bleibe.

Witte hatte seine Laufbahn beim WDR 1963 begonnen. Er arbeitete in der Fernsehspielabteilung, die er von 1979 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1998 leitete. Daneben machte er sich einen Namen als Produzent zahlreicher Fernsehfilme wie «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» von Volker Schlöndorff.

In seine Zeit als WDR-Fernsehspielchefs fiel auch der Start der populären Vorabendserie «Lindenstrasse». Der 1935 im lettischen Riga geborene studierte Theaterwissenschaftler erhielt für sein Wirken unter anderem den renommierten Grimme-Preis sowie einen Ehren-Bambi.

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