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Podcast zum Schweizer FussballAchtung! Frauenfussball kann Ihre Gesundheit gefährden

Was bringt die neue Women’s Super League? Wieso sind Schweizer Profifussballerinnen keine Profis? Und was hat das mit gerissenen Kreuzbändern zu tun? Antworten im Fussball-Podcast «Dritte Halbzeit».

Sie ist erst 24 Jahre jung – und hat sich schon dreimal ein Kreuzband gerissen. Was zunächst wie krasses Pech klingt, ist für Meriame Terchoun nichts anderes als logisch. Siebenmal hat sie mit dem FC Zürich den Meistertitel gewonnen, achtmal den Cup, sie ist Schweizer Nationalspielerin. Und ihre schweren Verletzungen haben für sie direkt mit ihrem Geschlecht zu tun. Beziehungsweise mit der medizinischen Unterstützung, die den weiblichen Fussballprofis in der Schweiz im Vergleich zu den Männern fehlt. «Wäre ich Profifussballer, hätte ich mich vielleicht gar nie verletzt. Oder sicher weniger», sagt Terchoun in der neusten Ausgabe unseres Fussball-Podcasts.

Im Rückblick wirkt für Terchoun jeder ihrer Kreuzbandrisse «wie vorprogrammiert». Weil Fussballerinnen in der Schweiz zwar eine Profilizenz lösen können. Aber deswegen noch längst nicht wie Profis leben können, da sie mit ihrem Sport kein Geld verdienen. Die Folge ist eine enorme Doppelbelastung. «Ich war komplett übermüdet», sagt Terchoun, «Cup, Meisterschaft, dazu Druck in der Schule. Und dann kommt es im Zweikampf zum Körperkontakt …»

Ausserdem diskutieren wir in unserem Podcast, was sich für die Fussballerinnen in der Schweiz mit der Einführung der neuen Women’s Super League verbessert. Wieso sich das Niveau mit einem Ligasponsor allein nicht von heute auf morgen verbessert. Und wir entschliessen uns, das Wort Frauschaft einzuführen.

Sara Krisztin von den Grasshoppers lässt sich mal eben so den kleinen Finger wieder einrenken.
Video: SRF

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