Zum Hauptinhalt springen

Weihnachtsstimmung trotz CoronaAdvent, Advent – wo in Zürich noch ein Lichtlein brennt

Lucy leuchtet schon am Nachmittag, der Samichlaus kommt per Zoom, und der Silvesterlauf ist ins Internet verlegt. So verändert die Pandemie die Zürcher Adventszeit.

Um einen Ansturm von Schaulustigen zu vermeiden, wird die Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse schon um 16 Uhr angeknipst.
Um einen Ansturm von Schaulustigen zu vermeiden, wird die Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse schon um 16 Uhr angeknipst.
Foto: Sabina Bobst

Eine Protzerin war «Lucy» nie, die Weihnachtsbeleuchtung an der Zürcher Bahnhofstrasse. Wir erinnern uns: Damit sie überhaupt zur Geltung kommt, mussten die Geschäfte rundum ihre Lichterketten stark herunterdimmen.

Trotzdem, oder gerade deshalb, haben die Zürcher ihre Lucy lieben gelernt. So fest, dass seit 2018 jeweils die Trams stillstehen, wenn die Beleuchtung an einem Donnerstag Ende November um 18 Uhr angeknipst wird – rund 50'000 Besucher wohnen dem grossen Ah-und-oh-Moment nämlich bei und stürzen sich ins anschliessende Nacht-Shopping.

Vor solch kollektiver Entzückung fürchtet man sich im Jahr der Pandemie, weshalb Lucys Auftritt am Donnerstagnachmittag wieder bescheidener ausfiel – bescheidener als je zuvor: Bereits um 16 Uhr funkelten die 12’000 farbigen Diamanten am Himmel über der Bahnhofstrasse, bei Tageslicht und deshalb kaum bemerkt von den Passanten. Die Läden haben auch nur bis 21 Uhr geöffnet, und auf Verpflegungsstände und Musik wird verzichtet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.