Zum Hauptinhalt springen

Interview mit Filmemacher Kapadia«All das hätte wohl niemand anders als Maradona überlebt»

Oscarpreisträger Asif Kapadia hat für einen Dokumentarfilm mit Diego Maradona gesprochen – über seine Familie, Drogen und die Gangster von Neapel.

Mister Kapadia, wann sind Sie Diego Maradona verfallen?

Nicht sofort. 1982 galt Maradona als der vielversprechendste Spieler der Welt. Wir alle waren gespannt auf die WM in Spanien, doch er spielte nicht gut. Er wurde viel getreten. Er sah die rote Karte gegen Brasilien, das Team, in das wir uns damals alle verliebten, mit Zico und Socrates. Diese WM war für Maradona die Geschichte eines Scheiterns.

Er ging zum FC Barcelona. Und da deutete sich bereits an, dass Maradona abstürzen könnte. Es gab Gerüchte über Kokain und Unbeherrschbarkeit.

Viele erinnern sich nicht mehr, wie Fussball damals war: rüde Grätschen, Tumulte, unfassliche Brutalität auf dem Rasen. Um das zu verkraften, musste man mental unheimlich stark sein. Man unterschätzt, was Maradona mitgemacht hat. All das hätte wohl niemand anders überlebt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.