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Klimabedingte EisschmelzeAlpen verloren seit 2000 17 Prozent ihres gesamten Eises

In den letzten 20 Jahren sind Alpengletscher stark zurück gegangen. Die stärksten Eisverluste verzeichneten die Forscher in der Schweiz.

Der Aletsch-Gletschers schrumpft jährlich um bis zu fünf Meter.
Der Aletsch-Gletschers schrumpft jährlich um bis zu fünf Meter.
Foto: Anthony Anex/Keystone
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Die Alpen haben seit der Jahrtausendwende rund 17 Prozent ihres gesamten Eisvorkommens verloren. Allein die grossen Tal-Gletscher der Berner Alpen verloren im Zeitraum von 2000 bis 2014 etwa 4,8 Gigatonnen Eismasse.

Dies fand ein Forschungsteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg heraus, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Mittwoch mitteilte. Die Wissenschaftler untersuchten erstmals Flächen- und Höhenänderungen aller Alpengletscher über einen Zeitraum von 14 Jahren.

Das Team veröffentlichte seine Erkenntnisse jetzt in der Fachzeitschrift «Nature Communications». Neben den höchsten Erhebungen der Zentralalpen erreichte die klimabedingte Eisschmelze bereits auch höher gelegene Gletscherregionen. Die stärksten Eisverluste verzeichneten die Forscher dabei in den Gebirgsmassiven der Schweizer Alpen.

Die Eisdicke dort ging im Durchschnitt um 72 Zentimeter pro Jahr zurück. Das entspricht allein einem Volumen von knapp fünf Kubikkilometern. Zum Vergleich: Den gesamten Eisverlust in den Alpen in den Jahren 2000 bis 2014 beziffern die Wissenschaftler auf 22 Kubikkilometer.

Aletsch verliert jährlich 5 Meter

Lokal waren die Schmelzraten in den unteren Gletscherteilen sogar noch um ein Vielfaches grösser als in den höher gelegenen Gletscherbereichen. So schrumpfte beispielsweise die Oberfläche am Fuss des Aletsch-Gletschers, des grösstem Alpen-Gletschers, durch Abschmelzen jährlich um bis zu fünf Meter.

Das Forscherteam nutzte für seine Untersuchungen die Daten von drei Erdbeobachtungsmissionen im All. Die Wissenschaftler verglichen dreidimensionale Geländemodelle der deutschen Satellitenmission «Tandem-X» und der deutsch-amerikanischen «Shuttle-Radar Topography Mission» (SRTM) aus der Zeit zwischen 2000 und 2014.

Die daraus gewonnen Höhenmodelle kombinierte das Team dann mit optischen Aufnahmen der «Landsat»-Satelliten der Nasa. Entscheidender Vorteil dabei war, dass die Forscher annähernd gleichzeitig vorgenommene Flächen- und Höhenmessungen durch die Satelliten miteinander vergleichen konnten.

Die Radarsatellitenmission «Tandem-X» besteht aus zwei baugleichen Schwestersatelliten, die per Formationsflug die Erdoberfläche erkunden. Die Mission wurde im Auftrag des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in öffentlich-privater Partnerschaft mit dem Unternehmen Airbus Defence and Space ins Leben gerufen.

Das DLR mit Hauptsitz in Köln ist verantwortlich für die wissenschaftliche Nutzung der «Tandem-X"-Daten, die Missionsplanung sowie die Steuerung der beiden Satelliten und die Erzeugung des digitalen Höhenmodells.

SDA

19 Kommentare
    Köbi Löwe

    Ach Tscheulin; Naja, was sie denn wieder sagen. Das Columbia Icefield in BC USA schrumpft aber in irren Tempo. Schon mal auf wikipedia CO2 eingegeben?

    Machen sie das mal! Dan werden sie (hoffentlich) hellwach.

    Bei der ersten Erfassung des Spurengases CO2 in der Erdatmosphäre lag der Wert bei 0.028 Volumen-% (280ppm), Heute werden 0.041 Volumen-% gemessen (410ppm). Die Zunahme beträgt faktisch +50%! Die gerundet 150 Jahre Carbon Verbrennung (Kohle, Erdöl, Erdgas) haben uns materiellen Wohlstand aber auch das Problem des von uns Meschen gemachten Klimawandels gebracht: Noch Fragen?