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Sportler als politische AktivistenAls das Knie das Stadion eroberte

Die Geste von US-Quarterback Colin Kaepernick half den Sportlern, ihre Stimme zu finden. Und gerade dass sie keine Intellektuellen sind, verschafft ihnen Glaubwürdigkeit.

Knien als politische Botschaft: Colin Kaepernick (rechts) und sein Teamkollege Eric Reid protestieren im September 2016 während der Nationalhymne.
Knien als politische Botschaft: Colin Kaepernick (rechts) und sein Teamkollege Eric Reid protestieren im September 2016 während der Nationalhymne.
Foto: Keystone

Als Quarterback, bildlich gesprochen als «Gehirn» seiner Mannschaft, führte der 25-jährige Colin Kaepernick im Januar 2013 die einst glorreichen San Francisco 49ers zur ersten Super-Bowl-Teilnahme in zwei Jahrzehnten. Trotz einer Endspielniederlage wurde er, der die Saison als Reservist begonnen hatte, zur Sensation jenes Moments im American Football. Weil er mit entspannter Entschlossenheit eine Position ausfüllte, welche die weissen Trainer in einem von Afroamerikanern dominierten Sport über lange Zeit schwarzen Spielern wie ihm nicht anvertraut hatten.

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