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«Als der Heli kam, war Ueli schon tot»

Hinten im Licht der Everest, das grosse Ziel von Ueli Steck. Im Vordergrund der Mount Nuptse an dem er am Sonntagmorgen abgestürzt ist.
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Der Extrem-Bergsteiger Ueli Steck ist am Mount Everest tödlich verunglückt. Was ist passiert?

Niemand hat den Vorfall gesehen. Aber ich kann sagen, dass Ueli Steck immer noch in der Akklimatisationsphase war. Als Training wollte er den Mount Nuptse besteigen. Ein über 7800 Meter hoher Berg. Er war alleine unterwegs. Für andere wohl ein schwieriges Projekt. Für einen Ausnahmebergsteiger wie Ueli aber nicht ungewöhnlich. Er ging auf einer nichtbefestigten Route, brauchte also das Seil nicht.

Und dann?

Den Vorfall hat niemand gesehen, wir können also auch nicht genau sagen, was passiert ist. Doch er wurde das letzte Mal zwischen Camp 1 und Camp 2 auf 6600 Metern gesehen und muss dann abgestürzt sein, rund 1000 Meter in die Tiefe. Andere Bergsteiger haben ihn dann auf etwa 5600 Metern lokalisiert. Als der Helikopter eine Stunde später am Ort eintraf, war Ueli schon tot.

Wie waren die Bedingungen?

Das Wetter war gut, die Sonne schien, aber es hatte natürlich auch viel blankes Eis und Schnee. Der mutmassliche Ort des Absturzes war wohl eine Eiswand und technisch an sich nicht extrem anspruchsvolles Gelände.

Video – 82 Viertausender in zwei Monaten:

Die erfolgreichsten Momente des Tempo-Alpinisten Ueli Steck. (Video: Tamedia mit Material von Facebook/Ueli Steck und Samcam.film)

Sie haben selbst alle 8000er bestiegen, was geht Ihnen durch den Kopf?

Es ist einfach sehr, sehr traurig. Ueli war ein toller Mensch, immer nett und hilfsbereit. Doch das ist die Natur, das ist der Berg. Wir können nicht mit der Natur kämpfen. Ueli ist ein sehr starker Mensch, doch wir wissen, der Berg ist stärker.

Wann hätte Steck zu seiner Tour auf den Mount Everest und den Lhotse aufbrechen sollen?

Das ist natürlich ungewiss, aber geplant war ein Aufstieg in rund einem Monat.

Was geschieht nun mit Steck?

Er wird mit einem Helikopter zur Obduktion ins Spital nach Kathmandu geflogen. Vielleicht reisen Angehörige aus der Schweiz an, später wird er wohl in die Schweiz repatriiert.

Bildstrecke – Extrembergsteiger Ueli Steck ist in Nepal verunglückt.

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«Scheitern heisst für mich: wenn ich sterbe und nicht heimkomme», sagte Steck in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger.
Die Leiche Ueli Stecks bei der Überführung in ein Spital nach Kathmandu. (30. April 2017).
Wollte zwei der grössten Berge der Welt erklimmen: Der Extrembergsteiger Ueli Steck am Fuss einer Kletterwand in Wilderswil. (11. September 2015)